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Terrorismus - Der unerklärte Krieg: Neue Gefahren politischer Gewalt von Bruce HoffmanGebundene Ausgabe von Fischer (S.), FrankfurtPreis bei Amazon: EUR 4,99, Angebote ab EUR 1,45 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3100330102, Erscheinungsdatum: März 2006, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionTerrorismus. Der unerklärte Krieg behandelt die Entstehungsgeschichte und die neuesten Erscheinungsformen des internationalen Terrorismus. Dabei wird eines deutlich: Unsere bisherigen Kenntnisse über den Terrorismus, seine Ziele und Protagonisten haben sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Zahlreiche neue Gruppen sind entstanden, mit meist unscharfen Motiven, nur schwer einzuschätzenden Strategien und veränderten Methoden. Die Bedrohung durch den Terrorismus hat damit eine neue Dimension erlangt, deren Gefahren noch nicht abzuschätzen sind. Es sind vor allem die religiös-fundamentalistischen, rechtsextremen und messianisch-sektiererischen Gruppierungen, die das Gesicht des Terrors verändert haben. Gegenüber den uns vertrauten kommunistischen und/oder nationalistisch-separatistischen Organisationen wie der PLO, der IRA oder der baskischen ETA, handelt es sich bei der neuen Terroristengeneration um isolierte, extrem gewaltbereite Gruppen, deren Aktionen unberechenbar geworden sind und die auch vor dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen nicht zurückschrecken, wie das Giftgasattentat der japanischen Aum-Sekte beweist. Ziele und Motive der Terroristen unterscheiden sich, doch alle haben eines gemeinsam, ihr Streben nach Publizität. Die modernen Nachrichtenmedien spielen daher im Kalkül der Terroristen eine entscheidende Rolle. In einem bemerkenswerten Kapitel widmet sich Bruce Hoffman dieser oft gedankenlos akzeptierten symbiotischen Beziehung zwischen Terrorismus und Medien, deren Konsequenzen bislang noch nicht einmal ansatzweise diskutiert wurden. Hoffman, als langjähriger Leiter der Abteilung für Terrorismusforschung der RAND Corporation ein ausgewiesener Experte auf seinem Fachgebiet, hat mit Terrorismus. Der unerklärte Krieg einen zuverlässigen Wegweiser zu einem "brandaktuellen bedrohlichen Thema" vorgelegt. In fundierter und doch allgemeinverständlicher Form hat er darin alle wesentliche Fakten über den Terrorismus zusammengefaßt. Er analysiert die verschiedenen Facetten des internationalen Terrorismus und beschreibt seine historischen Hintergründe, und er versucht den Leser für eine Bedrohung zu sensibilisieren, deren Gefährlichkeit noch immer unterschätzt wird. --Stephan Fingerle 4 Kundenrezensionen:Ein sehr gutes Buch 5 von 5 PunktenHoffman beschreibt sehr eindrucksvoll Terroristen aus der ganzen Welt. Leider werden die griechischen Terroristen nicht erwähnt, die sich 17. November nennen und gezielt Briten und Amerikaner töten. Allerdings schreibt Hoffman sehr viel über die islamistischen Terroristen. Sehr gut beschrieben ist auch die japanische Aum-Sekte, die vor mehreren Jahren einen Giftgas-Anschlag auf die Tokioter U-Bahn durchführte. Der Gründer der Sekte wurde hingerichtet. Die Nachfolger des Sektengurus entschuldigen sich für die Missetaten des Gründers. Die zwei Übersetzer haben eine sehr gute Arbeit geleistet. Es fehlen die USA 3 von 5 PunktenEine tolle Abhandlung - nur leider wurden die USA als größter aller Terroristen und unermüdlicher Kriegtreiber einfach übergangen. Schade. Unfassend, bis auf eine wichtige Kleinigkeit 3 von 5 PunktenDer Autor ist ein bedeutender amerikanischer Sicherheitsberater, das mag erklären wieso alle Krisenherde von Japan über den Nahen Osten bis nach Nord-Irland umfassend abgedeckt wurden, nur Süd-Amerika fehlt in dieser Darstellung völlig. Vermutlich hätte der Autor dann, unbequemer Weise, auf diverse Aktionen der größten und finanzkräftigsten Terrororganisation der Welt eingehen müssen, der CIA. Trotz der bösen Worte von mir, es ist kein schlechtes Buch, nur kommen die Vereinigten Staaten - aus europäischer Sicht - einfach zu gut weg, vielfach hat man sogar den Eindruck, Dinge wurden geschönt oder Fakten absichtlich verschwiegen. So erfährt man, dass sowohl der Lybanon als auch der Iran sich mehrfach sogenannter "Mietterroristen" bedient haben, obwohl ein solcher Verwendungszweck in der sehr ausfürlichen - ein bischen Lob muss sein - einleitenden Definition des Begriffes "Terror", nicht vorgesehen nicht. Erfährt allerdings nicht, das der große Saubermann USA mehrfach selbst solche "Mietterroristen" für seine eigenen Politischen Ziele misbraucht hat. Blick hinter die Kulissen einer machtvergessenen Welt 5 von 5 PunktenDer Hauptverbündete des internationalen Terrorismus - das ist die Quintessenz des vorliegenden Buches - ist die Dummheit.Das Unverständnis selbst informierter Beobachter über die Wurzeln und Verästelungen dieses neuartigen Phänomens, die Ignoranz, die in den Mördern unschuldiger Frauen und Kindern "Freiheitskämpfer" und "Soldaten" sieht, hat gerade in den westlichen Medien einer grotesken Fehleinschätzung Vorschub geleistet. Bruce Hoffman, internationaler Terrorexperte und Berater verschiedener Regierungen, versucht mit dem vorliegenden Buch diese Ahnungslosigkeit wenigstens ansatzweise zu beheben, wobei er äußerst behutsam zu Werke geht und sich ein ganzes Kapitel lang gemeinsam mit dem Leser daran abarbeitet, eine allgemeine Definition des Terrorismus zu erarbeiten. "Die Erzeugung von Angst durch Gewalt gegen Beteiligte und Unbeteiligte unter bewußter Verwischung aller Unterscheidungen des internationalen Völkerrechtes" - das ist der Kern der allgemeinen Definition, die in den folgenden Kapiteln immer weiter ausdifferenziert wird. Ausgangspunkt des modernen Terrorismus ist für Hoffman der "postkolonial-ethnonationale Terror", d.h. die Bestrebung kleiner Kampfgruppen, mit den Mitteln von Mord und Attentat die Vertreibung einer Kolonialmacht und die Errichtung eines Staates für die eigene Ethnie zu erreichen. Den Palästinensern kommt dabei der traurige Ruhm zu, mit der PLO die ethnonationale Terrororganisation par excellence geschaffen zu haben. Von ihren Ursprüngen in den Fedayin-Lagern der Fünfziger Jahre auf dem Sinai über die Einrichtung von Terrortrainings-Camps in Jordanien und dem Libanon, in denen baskische, deutsche, kurdische, tamilische und andere Gewalttouristen aus der ganzen Welt ausgebildet wurden, bis zur paradoxen Anerkennung der PLO durch über hundert Staaten der Erde, war die Geschichte der PLO zunächst eine reine Erfolgsgeschichte, die allerdings mit der Errichtung der Autonomiebehörde im Westjordanland an ihr Ende kam: Denn zur Staatsgründung und zur Errichtung einer Infrastruktur erwiesen sich die PLO-Terroiristen einerseits als unfähig und andererseits als zu korrupt. Die PLO bürokratisierte sich an den fetten Geldtrögen, die von der EU und der UN gefüllt wurden, und wurde folglich abgelöst durch den noch erheblich kompromissloseren religiös-fundamantalistischen Terror, der vom Iran und Afghanistan ausgehend inzwischen die Aktionen der PLO weit in den Schatten stellt. Das Buch, das vor dem 11.9.2001 geschrieben wurde, zeigt in bedrückender Prägnanz auf, wie das Bedrohungsszenario in den Achtziger und Neunziger Jahren immer deutlicher wurde, ohne das etwas geschah. Denn inzwischen war eine neue Eskalationsstufe erreicht: Staaten wurden zu Drahtziehern des religiösen Terrors und setzen ihn als Mittel der Außenpolitik ein - zuerst der Iran, der Irak und in den Neunziger Jahren Afghanistan, auf dessen Territorium der Terroranschlag vom 11.9.2001 vorbereitet wurde. Inzwischen sind - das ist die bedrückendste Perspektive - Massenvernichtungswaffen in die Reichweite dieser Staaten gelangt. Wenn man dieses Buch zuende gelesen hat, dann klappt man die Buchdeckel zu und denkt sich: wie schön, dass wir wenigstens noch für den Frieden demonstrieren können. Den "unerklärten Krieg" werden schon andere über uns bringen |
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Islam und Terrorismus: Was der Koran wirklich über Christentum, Gewalt und die Ziele des Djihad lehrt von Mark A. GabrielTaschenbuch von Resch-VerlagPreis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 14,89 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 393519739X, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 3., unveränd. Aufl. |
4 Kundenrezensionen:Keine kritische Auseinandersetzung 3 von 5 PunktenEines vorweg: Das Buch ist natürlich keine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam. Das wird auch verständlich wenn man die Lebensgeschichte des Autors liest. Das Buch selber ist informativ und gut geschrieben. Was mir sehr gut gefallen hat ist, das der Autor seine Lebensgeschichte erzählt und auch erklärt wie er zum Christentum gekommen ist. Das gibt dem kritischen Leser Aufschluss über die Beweggründe des Authors. Die Frage wie es sein kann das sich Terroristen und auch friedliche Moslems mit gutem Recht auf die gleichen heiligen Schriften berufen können, ist für mich durch dieses Buch beantwortet. So nebenbei erfährt der Leser allerdings auch einiges über die angeblich toleranten Zustände im Islam. Das bestätigt einige Aspekte die ich auch woanders schon gelesen habe und fügte noch ein paar Einzelheiten hinzu. Das alleine macht das Buch für mich empfehlenswert. Negativ finde ich den fehlenden Diskurs, so das es für den Laien absolut nicht einzuschätzen ist wie die Realität beim Islam heute aussieht. Ich hätte mir gewünscht mehr darüber zu erfahren warum z.B. der Djihad bei der Mehrzahl der Gläubigen heute anscheinend keine Rolle spielt. Einfach nur die Behauptung es wäre ein Tarnmanöver, greift für mich zu kurz. Schliesslich ist der Lebensgeschichte des ehemaligen Professors für Islam zu entnehmen, das auch er die anzunehmende Prioität des Djihad erst spät erkannt haben will und mit diesem im Konflikt gekommen ist. Und das obwohl er, nach eigenen Angaben, den Koran bereits mit 12 auswendig kannte. Schliesslich aber sollte man bedenken das es auch im christlichen Abendland sehr viele bekennende Christen gibt, die nicht Bibeltreu leben, für sich aber in Anspruch nehmen im Geiste des Christentums zu leben. Insgesamt ist es ein lesenswertes Buch mit vielen interessanten Denkansätzen, man sollte aber immer im Hinterkopf haben das der Author die Bekehrung von Moslems anstrebt. Natürlich werden somit einige Aspekte des Islam nicht beleuchtet und andere hervorgehoben. Den Islam nur anhand dieses Buches zu beurteilen dürfte jedenfalls ein Fehler sein...auf der anderen Seite wird hier ein Aspekt des Islam vorgestellt der nicht einfach wegzudiskutieren ist, und bei dem ich mir eine kritische Auseinandersetzung wünschte. Das Buch der Stunde 4 von 5 PunktenSpätestens seit dem 11. September 2001 ist der islamistische Terror in aller Munde. Aber kaum jemand setzt sich wirklich damit auseinander, welche Beweggründe zu diesem Fanatismus führen und wieviel die Religion Islam mit dem Terrorismus zu tun hat. Klar: Dieses Werk ist provokativ und einseitig. Wer dieselbe Geschichte durchlebt hat wie der Autor kann doch aber auch gar nicht anders. Vielmehr sollte die bloße Möglichkeit, dass so etwas unter der Legitimation einer Religion möglich sein kann, aufrütteln! Da schreibt ein ehemaliger Insider über seine einstige Religion, der er nicht "einfach so" den Rücken zugekehrt hat, sondern weil er seinen Verstand eingeschalten hat und dafür von Seinesgleichen gestraft wurde. Das eigentlich Erschütternde an diesem Buch sind die Schilderungen des Autors, dass hinter all der Aggression und dem Terror viel mehr steckt, als nur die Abneigung der westlichen Lebensweise. Dahinter stecken laut Gabriel vielmehr System und blanker Fanatismus, die durch die Überzeugung einer in Grundzügen feindlich gesinnten Religion genährt werden. Einzig dem Ende hin verliert sich der Autor in Begründungen und Schilderungen, die man sicher auch hätte kürzer halten können. Aber vielleicht genau damit beweist Gabriel, dass er weiß, wovon er schreibt. Selbst wenn nur die Hälfte von alldem zutreffend ist, was in diesem Buch geschrieben steht, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen... Ein Augenöffner 4 von 5 Punktenein sehr aufschlußreiches Buch,daß jeder lesen sollte, der die Wahrheit über den Islam wissen möchte. Er muss es wissen 5 von 5 PunktenIch habe dieses Buch als äußerst interessant und aufschlussreich empfunden. Seine Lebensgeschichte ist sehr bewegend, v.a. wenn man bedenkt wie viele andere Moslems die ihrem diktatorischen Glauben den Rücken kehren selbiges erleiden müssen. Das Buch gibt außerdem tiefe Einblicke in die Entstehung des radikalen Islamismus und seine Hintergründe. Das Buch ist zugegeben einfach geschrieben und ist natürlich aus der Sicht eines Mannes der den Islam am eigenen Leib zu fürchten gelernt hat. Was wäre mit dieser Lebensgeschichte auch anderes zu erwarten? Durch seine akademische Ausbildung und sein hohes Verständnis der islamischen Geschichte, versteht es der Autor sehr gut die geschichtlichen Beweggründe der heutigen radikalen islamischen Bewegungen zu beschreiben. Auch zeigt das Buch sehr überzeugend das heutige Terrororganisationen die Befehle ausüben, die ihr Religionsstifter Mohammed im Koran aufgetragen hat. Das dieser Autor nun ein überzeugter Christ ist, mag einigen vielleicht sauer aufstoßen, ist aber dadurch, dass es ihn von seiner islamofaschistischen Vergangenheit befreit hat überaus zu begrüßen. |
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Guerillas. Töten für eine bessere Welt von Jon Lee AndersonGebundene Ausgabe von ListPreis bei Amazon: EUR 22,00, Angebote ab EUR 4,94 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3471770437, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionOb sie feige Terroristen in Schande hinter hohen Gefängnismauern sterben, oder ob man ihre Führer als Nationalhelden auf den Sockel von Denkmälern hebt und ihrer Geburtstage feierlich gedenkt -- darüber entscheidet allein der Erfolg oder Misserfolg ihrer Mission: Guerillas scheren sich nicht um das Kriegsvölkerrecht, tragen keine Uniform und operieren aus dem Verborgenen. Ihr Biotop ist der Hinterhalt, die Legitimation ihres Kampfes das Gute, das sie an die Stelle des Bösen zu setzen entschlossen sind, das sie und ihr Volk unterdrückt, und das hinwegzufegen sie als ihren -- bisweilen göttlichen -- Auftrag sehen. Der Journalist Jon Lee Anderson, der bereits dem legendären Guerilla Che Guevara eine hoch gelobte Biographie gewidmet hat, porträtiert in seinem im englischsprachigen Original Anfang der 90er Jahre erschienenen Buch eine Reihe von Guerilla-Organisationen überall in der Welt. In Südamerika hat er Kämpfer der salvadorianischen FMLN ebenso besucht, wie die mexikanischen Zapatisten, in Afrika die Polisario-Guerilla oder in Palästina die Intifada, um nur einige herauszugreifen. In seinem lesenswerten Buch schält Anderson die strukturellen Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Gruppen heraus: in der Entstehung und die darum regelmäßig gesponnenen Mythen etwa , der (Selbst-)Stilisierung der Guerilleros und die Methoden ihres Kampfes. "Wenn die Voraussetzungen stimmen", zieht der Autor gleich zu Beginn das Fazit seiner Erfahrung, "kann in jeder Gesellschaft eine Guerillabewegung entstehen. Wenn Menschen das Gefühl haben, dass ihnen ihre Regierung auf Dauer ihre bürgerlichen Rechte genommen hat oder sie in ihrem eigenen Land unterdrückt, dann ist es sogar wahrscheinlich, dass es irgendwann zur Gewalt kommt." Und was für die eigene Regierung gilt, das gilt auch für oft nicht konkret fassbare Regime, die vielerorts längst an Stelle der Regierung die Lebensverhältnisse bestimmen. Mit den Formen der Unterdrückung ändert sich die Taktik der Guerillas. Die Prinzipien aber und die Unerbittlichkeit ihres Kampfes bleiben die gleichen. Hinsichtlich der Ursachen und der Prinzipien ihres Kampfes bestehen, so offenbart die Lektüre, strukturell vielfältige Ähnlichkeiten zwischen den regional geführten Guerillakriegen der achtziger Jahre und dem internationalen Terrorismus heutiger Tage. -- Andreas Vierecke 2 Kundenrezensionen:Verdrehte Welt 5 von 5 PunktenDer Autor Jon Lee Anderson hat auf hervorragende Art und weiße ein Buch über 4 Verschiede Guerilla Organisationen geschrieben. Er Erklärt für uns "westlichen Menschen" sehr verständlich weshalb diese Leute für ihren eigenen Staat oder ihr Gebiet bzw. Recht kämpfen und sterben. Interessant ist auch das Thema der Religion wie sie vor allem die Moslemischen Guerilla Organisationen gewandelt hat. Anfangs wurde in Afghanistan nur gegen die Sowjets gekämpft später gegen alle Ungläubigen. Oder wie der Glaube in Palästina die einst mächtige PLO schwächt und der Hamas Zulauf bringt. Das Buch verständlicht die parallel Welt der Guerillas. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen.... 4 von 5 Punkten..und bisweilen auch unverhohlener Sympathie ging der Autor das Thema an. In Zeiten wie heute allerdings - wir leben im Krieg gegen den Terror - ist dergleichen scheinbar nicht mehr gefragt: Einfühlungsvermögen, Verständnis, Information, Hintergründe. Stumpfe Totschlag- Argumente, plakative Phrasen und einfache Lösungen scheinen eher dem aktuellen Zeitgeist zu entsprechen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass dieses hervorragend recherchierte Buch seit seiner Entstehung 1992 nicht vernünftig überarbeitet wurde (oder werden konnte weil kein Verlag den Autor dafür entlohnen wollte), sondern anno 2004 nur um ein 12- seitiges Nachwort erweitert wurde, welches heute auch gar keine Aktualität mehr besitzt. Das genau stört mich an Jon Lee Andersons Werk, welches 4 Guerrillabewegungen oder Bürgerkriegsparteien darstellt und analysiert. Neben der blossen Darstellung dieser Bewegungen sowie deren Ziele, tauchte Anderson tief ein, schuf sich einen konkreten Fragenkatalog, den er auf über 250 Seiten interessant, faktisch glaubwürdig und kompetent abarbeitet. Andersons Schreibe bleibt dabei immer auf einer sachlichen Basis, faktisch und leicht distanziert, was dem Buch zwar keinen Schwung verleiht, aber der wäre in einem Fachbuch mit dem Untertitel: "Töten für eine bessere Welt" vielleicht auch fehl am Platze. Man sollte denken, dass die Mächtigen dieser Welt oder ihre Handlanger Herrn Anderson sehr dankbar dafür sein sollten, dass er sich die Mühe gemacht hat, aufzuzeigen, wie Guerrilla- Bewegungen funktionieren. Ihnen praktisch ein Lehrbuch an diue Hand gibt. Aber scheinbar handelt es sich hierbei doch um verlorenes Wissen. Zu schade auch. |
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Angriff der Falken: Die verschwiegene Rolle von Mossad und CIA bei den Anschlägen vom 11. September von Wolfgang EggertBroschiert von Chronos MedienPreis bei Amazon: EUR 16,90, Angebote ab EUR 9,70 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3935845057, Erscheinungsdatum: Mai 2002 |
4 Kundenrezensionen:die Matrix, nur echt! 5 von 5 PunktenDas Buch ist nicht mehr ganz neu. Es enthaelt dennoch eine derartige Fuelle von prekaeren Informationen, die erdrueckend ist. In dem Buch werden anschaulich, in straffer Aufmachung und mit schwarzem Humor praesentiert, die Verstrickungen des CIA und des Mossad in geopolitischen Angelegenheiten beschrieben. Dies beinhaltet auch Terroraktionen unter falscher Flagge, wie der 9/11. Erstaunlich genug, dass das Buch mit seinen vielen Indizien, welche die geheimdienstlichen Eliten derart an den Pranger stellen, noch im Handel ist. Das Buch ist sehr gut recherchiert und greift auf einen scheinbar unersaettlichen Schatz an internationalen Quellen zurueck, dass es eine wahre Freude ist, das Buch zu lesen. Fuer jeden, der einen klaren Verstand hat und etwas mehr hinter die Kolissen gucken moechte, ist das Buch ein "must". Praedikat: Besonders wertvoll Ich habe selten so viel aus einem Buch gelernt (und ich lese viel) Gratulation an den Autor fuer sein Meisterwerk, schade, dass er nicht mehr Buecher schreibt. FABELHAFT; MEISTERWERK 5 von 5 PunktenW. EGGERT IST EIN MUTIGER UND SAUBER, RECHERCHIEREMD ARBEITENDER AUTOR, DER VERSTANDEN HAT WIE DIE WELT LÄUFT, WENN MAN HINTER DIE FASSADEN SCHAUT. WAS SOLL ICH LANG SCHREIBEN EInFACH KAUFEN; LESEN UND VERSTEHEN, "Terror unter falscher Flagge" 3 von 5 PunktenEs gäbe viele Gründe für einen Staatsterrorismus, da hiermit einfach Solidarität per Angst und 'Ruf nach dem starken Staat' hervorzurufen wäre. Auch jenseits des Staats hat z.B. die heilige Inquisition per Hexenfurcht selbst für brutalste Aktionen eine Zustimmung und Unterstützung in der Bevölkerung bekommen. Andererseits ist es nicht schwer sich eine Pistole zu beschaffen und einen Abraham Lincoln oder JFK losgelöst von jedem Dritten zu ermorden. Auch eine Gebäude anzuzünden ist einfach, dass schaffen selbst die allerdümmsten Bauern mit iherer eigenen Scheune. Die Welt muss aber beides besitzen, sowohl staatlich organisierte und weitgehend geheime Manipulationen, als auch Einzeltäter. Es ist dann die Kunst von Kriminalisten und sonstigen Experten/ Journalisten (s. Watergate) so etwas aufzuklären. Wie Watergate / R. Nixxon zeigt, klappen selbst primitivste Aktionen nicht immer und selbst ein republikanischer Falke wie R. Nixxon musste gehen. Das Scheitern illegaler Aktionen muss also jeder Staatsterrorist mit einplanen - aber wer macht dann noch mit ? Alles ist möglich - aber die eigene Dummheit und der doofe Zufall ist steter Begleiter selbst der finstersten Akteure. Außer man greift zurück zur Logik der heiligen Inquisition, wo eine dämonisches Wesen = Teufel losgelöst von menschliche Irrtümern seinen menschlichen Verbündeten davor schützt. Wer also die totale Verschwörung sucht, landet unweigerlich im Mittelalter. Absolut abgeklärtes Buch zum Staatsterrorismus 5 von 5 PunktenSeit dem 11. September 2001 können viele Menschen nicht mehr richtig denken. Auch wenn es physikalisch unmöglich ist, muss alles so passiert sein, wie die Regierungen und ihre bezahlten Experten verkünden, denn so etwas Schreckliches würde keine Regierung ihren Bürgern jemals antun. Der Gedanke ist ungeheuerlich - dann könnten ja theoretisch alle großen Terroranschläge durch irgendwelche Geheimdienste ausgeführt sein, und dann würden die Massenmedien kollektiv eine gigantische Lüge decken. In China oder Russland vielleicht möglich, aber im Westen? Das ist zu groß, nicht fassbar, nicht geheim zu halten. Eggert hat diese Bedenken nicht. Er schreibt ziemlich nüchtern mit umfangreichen Quellenverweisen, wie seit vielen Jahrzehnten die Geheimdienste Terrorakte überall auf der Welt ausführen, und zwar weniger die kleinen als vielmehr die großen, spektakulären. Fast überall führen Spuren zu den Geheimdiensten, und fast immer sickern Informationen in die Massenmedien, sie sind auch häufig überhaupt kein Geheimnis, sondern eben nur von den Massen in der täglichen Informationsflut wenig beachtet. Natürlich stehen die tanzenden Mossad-Agenten, die in New Jersey den Kollaps der Türme feierten, nicht auf Seite 1 der Zeitungen, oder der FBI-Doppelagent, der für den WTC-Anschlag von 1993 den Lieferwagen mit Sprengstoff an die Terroristen übergab. Werden Agenten schon vorher mit ihren Bömbchen erwischt, handelt es sich stets nur um eine "Übung", um zu prüfen, ob auch alle wach sind. Die Dutzenden FBI-, CIA- und Mossad-Agenten im Umfeld der 9/11-Entführer waren angeblich auch zur Überwachung da, nur am letzten Tag, da haben sie allesamt auf einmal geschlafen. Der Mossad ist laut Buch eine der Säulen im Zentrum des Terrors, und er agiert getreu seinem Motto "Auf dem Wege der Täuschung sollst du Krieg führen", also meist indirekt. Das heißt, es gibt durchaus Islamisten und El-Kaida-Terroristen, doch die Gruppen sind durchsetzt und mitorganisiert von V-Leuten und Agenten (in Deutschland kennen wir das von der NPD, deren Verbot genau an dieser Konstellation gescheitert ist, oder dem "RAF-Phantom", wo kleine Taxifahrer Zugriff auf neueste, geheime CIA-Technik hatten). Aufgebaut wurden die ehemaligen afghanischen Freiheitskämpfer, also die heutige Al-Keida, ohnehin offiziell durch CIA und ISI, und auch Osama bin Laden hat eine seltsame schillernde Rolle. Es ist letztlich erstaunlich, dass die Geheimdienste der Welt das beste Fachwissen, die beste Ausrüstung, die besten Budgets, die höchsten Geheimhaltungsstufen und damit insgesamt die besten Möglichkeiten zur Ausführung von Terroranschlägen haben, und trotzdem niemand öffentlich diese Gefahr diskutiert. Die Gewinner des Terrors sind neben der Rüstungsindustrie die Geheimdienste und diejenigen, in deren Auftrag sie arbeiten. Der "Terror unter falscher Flagge" ist ein uraltes Prinzip, das mit Reichtagsbrand und Propaganda der Nazis weder gestartet noch geendet hat. Es funktioniert sehr gut, denn der Terror schafft Kriegsgründe, bindet die verängstigten Bevölkerungen stärker an ihre Politiker und hilft bei der Einschränkung der Freiheit. "Terror" ist ein idealer Feind, denn da man eine Kampfstrategie nicht wie ein Land besiegen kann, wird der Krieg ewig weitergehen - laut Bush für Jahrzehnte. Es ist der ewige Krieg des Systems gegen seine eigenen Bürger. Das Buch erschien nur sechs Monate nach dem 11.September, und die nüchterne Sichtweise auf dieses Ereignis zu einer Zeit, als die Welt noch unter Schock stand, ist schon faszinierend. Die Argumentation ist durchgehend logisch und überzeugend. Insgesamt zeigt Eggert auf, wie seit Ende des Kalten Krieges 1990 der islamische Terrorismus als neues Feindbild aufgebaut wurde. Auch Russland oder Indien haben ihren "islamischen Terror", mit ein paar seltsamen Blüten, allerdings trauen 80% der Russen ihrer Regierung so etwas sehr wohl zu. Ich fühle mich bei der ganzen Entwicklung leider sehr an die drei "Weltordnungs-Kriege" von Logenmeister Albert Pike erinnert, der 1871 vorhersagt haben soll: Der erste Weltkrieg muss die russischen Zaren zu Fall bringen und einen atheistischen Kommunismus einführen, der zweite muss zwischen Zionisten und Faschisten erfolgen, und der dritte schließlich zwischen Zionisten und den islamischen Führern. Mit der von USrael mit Hochdruck betriebenen Iran-Invasion steht genau dieses Szenario nun an. Da es für den Iran wenig Sinn macht, diesen Krieg selbst auszulösen, muss gemäß den Prinzipien des Staatsterrors mit einem neuen großen Anschlag als Startschuss gerechnet werden, der dann dem Iran in die Schuhe geschoben wird. |
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Fünf Jahre meines Lebens.: Ein Bericht aus Guantanamo von Murat KurnazBroschiert von rowohlt BERLINPreis bei Amazon: EUR 16,90, Angebote ab EUR 3,49 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 387134589X, Erscheinungsdatum: April 2007 |
4 Kundenrezensionen:Schockierende Wahrheiten über Guantanamo 5 von 5 PunktenSchon bei der ersten Seite fesselte mich dieses Buch sehr und innerhalb von 5 Stunden hatte ich es durchgelesen. Ich war sehr ergriffen von der lebensgeschichte von Murat Kurnaz der auch meiner Lebensgeschichte ähnelt ausser den 5 Jahren auf Guantanamo. Wie können Menschen so grausam, verachtend und Gottlos andere Menschen behandeln. Das Buch zeigt wiedermal deutlich was die USA für ein absurden Krieg führt und das das ganze Amerikanische System auf Lügen und abermals Lügen aufgebaut ist. Sehr empfehlenswertes Buch, Ich wünsche Murat Kurnaz für seine Zukunft alles Gute und ich hoffe das die derzeitigen Häftlinge von Guantanamo bald ihre Freiheit erlangen und ihren Glauben in Ruhe und Frieden Leben können. die unglaubliche Wahrheit 5 von 5 PunktenIch habe dieses Buch binnen weniger Tage gelesen, es ist leicht verständlich und gut geschrieben. Zum Inhalt: die Thematik "Guantanamo" von Murat Kurnaz, einem ehemaligen Guantanamo-Häftling, erläutert zu bekommen ist sehr interessant. Er erklärt ausführend wie es zu seiner willkürlichen Verhaftung kam, wie er von den amerikanischen und auch deutschen Militärs misshandelt wird und erläutert seinen harten Gefängnisalltag. Die Folterungen, die die Gefangenen erleiden mussten, hätte ich teilweise eher dem Mittelalter zugeordnet. Unglaublich, dass die Amerikaner sowas menschenrechtsverletzendes heutzutage noch jemandem antun können und auch noch ohne irgendwelche Folgen davonkommen. Wie später bewiesen wurde, waren ja sehr viele Häftlinge unschuldig. Doch auch wenn sie schuldig gewesen wären, würde das meiner Meinung nach niemals die Folterungen der Gefangenen rechtfertigen. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der die Thematik "Guantanamo" interessant findet und sich über den Alltag in Guantanamo informieren möchte. Im Anhang des Buches gibt es zudem eine Chronik (ca. 20 Seiten) des Ablaufs dieser 5 Jahre, in dem auch konkret auf das Versagen der Bundesregierung eingegangen wird, die die Möglichkeit hatte, Herrn Kurnaz schon viel früher nach Deutschland zurückzuholen. Zudem beschuldigten Politiker wie Gerhard Schröder und Otto Schily Herrn Kurnaz nach seiner Freilassung immer noch als Taliban. Dabei benutzten sie Argumente, die längst widerlegt waren und keinerlei Wahrheitsgehalt enthielten. Aber ich möchte auch noch auf den wichtigen Einsatz Angela Merkels für Murat Kurnaz hinweisen, die sich im Gegensatz zu ihrem Vorgänger für eine Freilassung des Herrn Kurnaz eingesetzt hat und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hat. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und meine subjektive Meinung ist, dass die Aussagen des Herrn Kurnaz in diesem Buch zu 99,9% der Wahrheit entsprechen (was auch viele Punkte in der Chronik bestätigen). Irgendwie unglaubwürdig 2 von 5 PunktenIch bin mehr als enttäuscht von dem Buch. Obwohl ich nichts anderes erwartet habe. Es gibt definitiv besser Bücher um auf momentane Misstände hinzuweisen, und auch bessere um den Islam den Menschen näher zu bringen, damit sie lernen diese Religion zu verstehen. Besser geht es nicht. 5 von 5 PunktenIch habe dieses Buch innerhalb von zwei tagen durchgelesen. Es war wirklich gut. Ich habe viel gelernt. |
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Alice im Wunderland und das World Trade Center Desaster: Warum die offizielle Geschichte des 11. September eine monumentale Lüge ist von David IckeBroschiert von MosquitoPreis bei Amazon: EUR 28,00, Angebote ab EUR 22,99 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3928963112, Erscheinungsdatum: Juni 2005, Auflage: 1 |
4 Kundenrezensionen:Die Unendlichkeit ist Alles, also auch das Eine !! 5 von 5 PunktenDies ist meine Erste Rezesion! Ich bin jetzt 24 und lese seit der ersten Klasse Bücher, ich habe bestimmt schon über 500 Bücher gelesen, dazu zählen natürlich auch TB's. Ich lese fast alles könnte man sagen (Krimis, Mangas...), ich wollte schon immer wissen woher wir kommen, warum die Welt so ist wie sie ist... Zuerst las ich viel über Quantenmechanik, also alles was mit der herkömmlichen Wissenschaft zu tun hat, Bücher von Stephen Hawking, Brian Greene und viele andere, auch da gibs ja mittlerweile die Theorie vom Holografischen Universum, jedenfalls fand ich die Antworten von Einstein, Ticho Brahe, Newton u.s.w. nie wirklich ausreichend, über die vier Krundkräfte: Gravitation, schwache und starke Kernkraft und Elektromagnetismus. Also las ich dann viel über Grenzwissenschaften, alles kann ja nicht Humbug sein, denk ich mal!! Dann interessierten mich UFOs und Kornkreise, ich empfehle da Bücher von Nick Cook, Eltjo Haselhoff, den Lammers, Karl Heinz Zunneck, Jacques Vallee, Johannes Jürgenson, Gernot L. Geise, Gilbert Sternhof und Hartwig Hausdorf! Dadurch kam ich dann zu der "Verschwörung" in Archäologie (ich las auch das Buch von Cremo und Thompson) Geschichte, Politik u.s.w., ich kenne auch die Helsing Bücher und alle anderen Autoren, Wisnewski, Luc Bürgin, Andreas von Reyti (den ich als Autor sehr schätze), Däniken (der zu sehr übertreibt), Udo Ulfkotte, Engdahl... die Liste ist endlos! ;-) Na ja und von David Icke las ich auch alle Bücher die ins Deutsche übersetzt wurden! Viele denken bestimmt warum nimmt er Geld oder warum werden die Bücher nicht verboten, wenn sie denn die Wahrheit sind... Erstens wer liest denn heutzutage noch oder wer glaubt denn das was er liest?? Und versuchen Sie mal ein Buch zu veröffentlichen was kein Geld kostet... Ich muss aber auch was kritisches sagen, darüber zu schreiben was in Kriegen passiert und das die Menschen dort ihre freie Wahl abgeben ist natürlich einfach wenn man nicht dabei war, grade im Bezug zu den Weltkriegen, das Thema ist ohnehin Zündstoff!! Dennoch fühlt es sich für mich richtig an was David Icke schreibt, und nur weil man etwas nich glaubt, heisst dass ja noch lange nicht das es nicht stimmt!!! Ich fand das Buch großartig, es erklärt für mich so viel, sicherlich auch das ist nur eine Theorie, aber ich hab mich schon immer gefragt warum gibs zu allen ein Gegenteil, oder was ist der Sinn des Lebens u.s.w.. Das die Erde nur ein Hologramm ist, ist schwer zu begreifen, aber das ist auch die Urknall Theorie und wie sie alle heissen! Aber jeder soll glauben was er will!!! Das Cover des Buches und die Bilder im Buch erklären eigentlich alles, ein Tipp sehen Sie sich den Farbteil immer mal wieder an, es giebt immer was Neues zu entdecken! ;-) Seitdem ich das Buch gelesen habe sehe ich alles noch viel gelassener und beruhigter, das heisst nicht das es mir jetzt egel ist das Menschen hunger leiden u.s.w., die Unterdrückung des ein/multidimensionalen Bewusstseins muss aufhören, aber ich bin mehr im Einklang mit mir, ich fand Normen und Regeln schon immer als Zwänge, ich empfehle den Film K-Pax sich mal anzuschauen, der hat mir mit die Augen geöffnet!! Versuchen Sie übrigens mal nur dazusitzen und an nichts zu denken, wird schnell langweilig, weil die Zeit nicht zu vergehen scheint denkt man noch im Unterbewusstsein. Ich glaube auch die Menschen früher waren sich mehr über alles bewusst, darum gib's vielleicht auch die Pyramiden und so. Zum Schluss, ich könnte sonst noch eeeendlos weiterschreiben, Rosenstolz coverte mal das Lied: LIEBE IST ALLES Illusion entlarvt. 5 von 5 PunktenSelten habe ich ein Buch gelesen, das so einen starken, intuitiv zustimmenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Wer gerade das letzte Kapitel von "Das größte Geheimnis" liest, kann hier gleich nahtlos weiterlesen. Denn die Themenbereiche und die Konsequenzen für unser Handeln werden hier zu einem logischen Resultat gebracht. Wer sich schon mit den altindischen Veden beschäftigt hat, z.B. der Bhagavad-Gita, wird hier sehr viele Parallelen entdecken, was "Maya", ("das, was nicht ist"), betrifft. Nach der Lektüre habe ich auch hier wieder das angenehme Gefühl, endlich einen großen Themenkomplex vollständiger, - was heißt schon "vollständig" in der Unendlichkeit? :-)) - erfasst zu haben. Auch wenn einige Leser aufschreien werden: Ich halte das Buch für sehr wissenschaftlich. Es regt an, den "Reset"-Schalter unserer "rationalen Gehirnhälfte" zu drücken: "Mensch, erkenne dich selbst................." (Die Punkte sind die "Unendlichkeit" ;-) Albtraum statt Liebe 1 von 5 PunktenDie Rezension von ET kann ich nur unterstreichen. Über hunderte von Seiten führt Icke seine Leser durch einen Albtraum: seit tausenden von Jahren wird die Welt von Echsen-Dämonen regiert, die über mehrere Dimensionen hinweg die Führungspersonen von Wirtschaft und Politik wie Marionetten steuern. Wir normale Menschen sind nur Sklaven auf diesem Gefängnisplaneten. Dann legt er im letzten Kapitel den Schalter aber komplett um und meint, man könne das ganze jetzt wieder getrost vergessen, da ja doch die Liebe die letzte Realität sei. Mit dieser Liebe könne man sich aus den Fängen unserer Sklaventreiber ganz einfach befreien. Für mich hatte das Buch aber auch zwei positive Aspekte: - es zeigt, wie tief die Illusionen unserer scheinbaren Realität reichen (und Liebe ist tatsächlich die einzige Realität) - es ist als Horror-Roman spannend zu lesen Ich kann als Alternative z.B. Gregg Bradens "Im Einklang mit der göttlichen Matrix" empfehlen.Im Einklang mit der göttlichen Matrix: Wie wir mit Allem verbunden sind Der Titel ist das einzige, was man von dem Buch lesen muss 1 von 5 PunktenDavid Icke bringt eine (aus meiner Sicht) richtige und wichtige Botschaft (Liebe ist das einzig reale, die Welt in der wir leben ist eine Illusion, die sich unser Hirn erschafft) verpackt in viel Verschwörungstheorie. Nun gehe ich auch davon aus, dass der breiten Öffentlichkeit relevante Informationen über die Ermordung Kennedys, 9/11 oder die Ermordung, äh, pardon, den Unfall Jörg Haiders vorenthalten werden, aus was für Gründen auch immer. Wer glaubt, dass er aus den Medien auch nur die wesentlichen Faktoren erfährt, lebt auch in einer Traumwelt. Wenn aber die relevante Botschaft ist, dass nur die Liebe real ist, dann spielen all diese Räuberpistolen ohnehin keine nennenswerte Rolle. Dann ist nicht klar, warum Icke diesen ständig genervten Unterton in seinem Schreibstil pflegt. Die göttliche Quanten-Hologramm-Matrix umfasst alles, die "Opfer", die "Täter" und die "Zuschauer", und alle sind geliebt. Wer sich wirklich mit der Botschaft befassen will, dem empfehle ich die Bücher von Neil Donald Walsch, Gregg Braden oder Dean Radin, der auf Basis von wissenschaftlich einwandfreien Experimenten zu interessanten Überlegungen kommt, wie denn die Interaktion zwischen dem Quanten-Hologramm (Matrix, etc.) der "wahren" Welt und unserer "Illusionswelt" funktionieren könnte. Ansätze wie ThetaHealing zeigen, wie man diesen Kanal "hienieden", also in der (Schein-)Realität unseres täglichen Lebens nutzen kann. Und - Hand aufs Herz - unsere Konsensrealität mag eine Illusion sein, ein Film, den wir uns zusammenstellen. Aber wir spielen nun mal in diesem Film und da spiele ich lieber einen gesunden, wohlhabenden Darsteller, als einen unheilbar krebskranken Obdachlosen. Also möchte ich wissen, wie ich den Film nach meinen Wünschen abändern kann, und nicht, wer alles die bösen Drahtzieher im Hintergrund sind. Geht man davon aus, dass ein Buch zu Erkenntnissen führen soll, die einem ein friedlicheres, erfüllteres, gelasseneres, glücklicheres, .... Leben ermöglichen, so hat das Buch das Ziel grossartig verfehlt. Die nützliche Erkenntnis ist in derart viel düsteren und negativen Müll verpackt, dass ausser einem schlechten Geschmack im Munde nichts übrigbleibt. Fazit: Wenn Sie den Titel gelesen haben, wissen Sie alles, was das Buch wirklich zu bieten hat. Den Rest benötigen Sie nicht. -et |
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11. September. Der inszenierte Terrorismus: 'Kein Flugzeug traf das Pentagon' von Thierry MeyssanBroschiert von Editio DefactoPreis bei Amazon: EUR 18,00, Angebote ab EUR 5,93 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3980856100, Erscheinungsdatum: Sept. 2002, Auflage: Neuauflage. |
Aus der Amazon.de-RedaktionDer gewaltige Medien- und Meinungssog der Terroranschläge des 11. Septembers 2001 spült unvermeidlich auch eine Reihe von Verschwörungstheorien an die publizistische Oberfläche. Ein gutes Beispiel für dieses Genre ist der französische "Investigativjournalist" Thierry Meyssan mit seiner "Enthüllung", die Bush-Administration habe den Flugzeug-Angriff auf das Pentagon nur inszeniert und die Angriffe auf die Türme des World Trade Centers trotz Vorwarnung eiskalt geschehen lassen. Tatsächlich weist Meyssans Vorgehensweise alle typischen Merkmale einer Verschwörungstheorie auf: Viele seiner zentralen Behauptungen sind als Fragen formuliert. Dadurch können sie ohne den letzten Beweisanspruch noch schärfer gefasst werden. Seine Darstellung der "offiziellen" Version ist sehr selektiv und die anschließende "Gegendarstellung" von kleinen hintergründigen Zynismen durchsetzt. Seiner "Wahrheit" widersprechende Fakten wie die inzwischen vielfach verifizierten Videobeweise für die Täterschaft der Gruppe um Bin Laden blendet er einfach aus. Im Übrigen stimmt auch seine Eingangsbemerkung nicht, dass er sich in seiner Beweisführung ausschließlich auf im Internet veröffentlichte Dokumente von US-Behörden stütze. Eine Überprüfung der angegebenen Seiten ergab: Zum einen leitet er seine Erkenntnisse aus einer Reihe anderer Quellen ab, zum anderen waren einige der Seiten nicht mehr auffindbar. Sicherlich war die Darstellung der Anschläge und der folgenden Maßnahmen durch die offiziellen amerikanischen Behörden in den ersten Stunden und Tagen von Durcheinander und Widersprüchen geprägt. Das ist angesichts des unglaublichen Ausmaßes der Zerstörung verständlich. Daraus eine Verschwörung militärisch-industrieller Schlüsselpersonen im Weißen Haus abzuleiten, ist jedoch abwegig und konstruiert. Und der Autor entlarvt sich selbst, wenn er Leser mahnt, seine "Arbeit nicht als endgültige Wahrheit anzusehen". Da stellt sich doch die Frage: Was, wenn nicht die Wahrheit, will er dem Leser denn präsentieren? Dieser Satz, der nur der Immunisierung seiner Verschwörungsthese gegenüber Kritik dient, ist typisch für das Buch. Spätestens da landet der als Tiger abgesprungene Autor als Bettvorleger. Dennoch bleibt zu befürchten, dass Leser, die hinter allem Verschwörung wittern, dieses Buch finden und mögen werden. --Dr. Manfred Schwarzmeier 4 Kundenrezensionen:0 Sterne wären angemessen 1 von 5 PunktenEine unglaubliche Frechheit! Sämtliche Fakten ignorierend, gefällt sich der Autor in einer pseudo aufklärerischen Pose, die über kümmerliche Esoterik nie hinauskommt. Das Buch wurde vorwiegend aus einem Grund geschrieben: Kohle machen - und sich selbst als großer Verschwörungtheoretiker zu profilieren. Märchenstunde; wem's gefällt... Sokrates führte seine Schüler nur durch Fragen zu Antworten 5 von 5 PunktenDas kein Flugzeug in den Pentagon geflogen ist, wird aus meiner Sicht hier eindeutig bewiesen. Auch die Überlegungen, welcher Organisation es bedurft hat, um die beiden Flieger in die Tower fliegen zu lassen, sind schlüssig, nachvollziehbar und werfen unangenehme Fragen auf. Der Ausflug in die Basics der wirtschaftlichen und machtpolitischen Verflechtungen der derzeit in den USA handelnden Personen gibt eine Menge Denkanstösse und hat mich veranlasst nun mehr Bücher zu diesem Thema zu lesen. Zusammenfassend kann ich dieses Buch jedem als Einstiegsliteratur empfehlen, der nicht nur offizielle Darstellungen rückhaltlos glauben möchte, sondern gewillt ist, sich seine eigene Meinung zu bilden. Medien folgen verkaufsträchtigen Themen. Solange man die Bevölkerung mit immer neueren Schlagzeilen versorgen kann, wird sich die Öffentlichkeit auch nicht mit widersprüchlichen Darstellungen oder den Hintergründen von vergangenen Ereignissen auseinandersetzen. Dieses Buch tut dies indem es in erster Linie Fragen stellt. Wie würden offizielle amerikanische Stellen die aufgeworfenen Unschlüssigkeiten beantworten - durch neue Unschlüssigkeiten? Gesunder Menschenverstand 5 von 5 PunktenIm Zeitalter der Simulation kann alles erklärt/vertuscht/manipuliert/bewiesen usw. werden; und umso größer die Macht, umso einfacher geht es. Es bleiben also nur der gesunde Menschenverstand und die Teleologie um sich ein Bild und eine Meinung zu machen. Beim Betrachten der Politik der USA wird klar daß Thierry Meyssan sehr wahrscheinlich Recht hat! Die endgültige Wahrheit kennt keiner... 4 von 5 PunktenDer 11. September 2001, der Tag, der alles veränderte. Tief saß bei jedem der Schock. Und Unglaube, dass das, was wir alle im Fernsehen mitverfolgen konnten, passieren konnte. Und doch sind noch viele Fragen offen. Einigen dieser Fragen geht Thierry Meyssan in seinem Buch ?11. September. Der inszenierte Terrorismus. Auftakt zum Weltenbrand?" nach. Genauen Antworten bleibt er schuldig, jedoch sind die fragen so verfasst, dass sich der Leser seine eigene Meinung bilden kann. Dabei hilft Meyssan jedoch nach, indem er auf Absonderlichkeiten der Vorgänge hinweist, öffentliche Darstellungen präsentiert und dabei Widersprüche aufdeckt. Leider sind nicht mehr alle öffentlichen Dokumente und Presseerklärungen im Netz nachzulesen(so wie er es verspricht) und somit für den Leser überprüfbar. Auch sind manche Theorien sehr waghalsig verfasst. Jedoch muss man sich eingestehen, dass vieles sehr fragwürdig erscheint, wenn man sich genauer damit befasst. Und damit erreicht Meyssan sein Ziel. Er will dem Leser nicht ?seine Wahrheit" auf die Nase binden, er will lediglich den Leser dazu aufrufen nicht allem Glauben zu schenken, was die amerikanische Regierung, das Weiße Haus und das amerikanische Verteidigungsministerium, präsentiert. So glaubt Meyssan, dass die Anschläge aus dem inneren des amerikanischen Staatsapparates organisiert wurden. Und er glaubt an eine Kooperation mit Osama bin Laden, dem ?angeblichen" Staatsfeind Nummer 1 der Amerikaner. Auch auf die möglichen Gründe für diese Operation weist Meyssan hin. So spielen natürlich Öl und Macht eine große Rolle. Und auch der Verteidigungsetat der USA, der seit dem Anschlag in schwindelerregende Höhe geklettert ist. Fragen, wieso man nie das Flugzeug sah, das ins Pentagon stürzte oder wieso ein entführtes Passagierflugzeug amerikanische F-16 Düsenjäger abhängen konnte, zeigen dem Leser schon am Anfang des Buches, das nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Und die Widersprüche der Darstellungen mit dem Durcheinander, dass die Situation hinterließ, zu erklären ist ein wenig schwach. Und dadurch, dass Meyssan den Leser auffordert seine Darstellung nicht als endgültige Wahrheit anzusehen ist auch nicht entlarvend, es zeigt nur dass andere Meinungen zulässt, was man von der amerikanischen Regierung nicht behaupten kann. Oder beweist ein völlig unversehrter Pass Mohammed Attas, den man in den Trümmern des World Trade Centers fand (ebenfalls sehr ?glaubwürdig") die Täterschaft bin Ladens, die ohnehin wenig Minuten nach den Anschlägen für die Amerikaner schon fest stand. Wie gesagt, dieses Buch beweist nicht, dass die Amerikaner das alles selbst geplant haben, es zeigt aber auch, dass man sich ruhig noch mal Gedanken machen sollte, ob man öffentlichen Darstellungen ohne weiteres Glauben sollte. Ich bin nun auch nicht viel klüger als zuvor, jedoch weiß ich, dass Fragen manchmal mehr bringen als Antworten. Und wenn man weiterhin an die Unschuld Amerikas glauben mag, dann wird einen sicherlich das letzte Kapitel des Buches interessieren, indem Meyssan das Projekt ?Northwoods" beschreibt, mit dem Generäle damals John F. Kennedy überzeugen wollten einen offenen Krieg gegen Kuba zu führen, nachdem Castro die Ausbeutung der Insel durch amerikanische Konzerne stoppte. Dieser Krieg sollte provoziert werden, indem Anschläge auf amerikanische Institutionen verübt werden sollten, um Kuba danach die Schuld zuzuweisen (Dokument ist im Buch abgedruckt). |
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Wer weint schon um Abdul und Tanaya?: Die Irrtümer des Kreuzzugs gegen den Terror (HERDER spektrum) von Jürgen TodenhöferTaschenbuch von Verlag HerderPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 2,85 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3451060469, Erscheinungsdatum: Juni 2008, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionDieses Buch ist ein flammender Appell für den Frieden und eine Abrechnung mit dem bisher geführten "Kreuzzug gegen den Terror": Jürgen Todenhöfer hält "die Idee, den internationalen Terrorismus mit einem konventionellen Krieg zu bekämpfen, für eine katastrophale intellektuelle Fehlleistung". Krieg mache immer Unschuldige zu Opfern, schreibt der Politiker. Gegen fanatische Gewalttäter sei dieses Mittel hingegen wirkungslos. Jürgen Todenhöfer ist kein berufsmäßiger Friedensaktivist. Im Gegenteil: Der promovierte Jurist saß fast 20 Jahre lang für die CDU im Bundestag und war dort Experte für Entwicklungs- und Rüstungskontrollpolitik. Heute steht er als stellvertretender Vorstandschef an der Spitze des Medienkonzerns Burda. Dass jemand wie er ein solch leidenschaftliches Buch schreibt, mag überraschen. Gleichzeitig macht es Wer weint schon um Abdul und Tanaya? um so lesenswerter. Als die Amerikaner nach dem 11. September 2001 afghanische Städte und Dörfer bombardierten, seien dort keine Terroristen getötet worden, sondern Zivilisten, schreibt Todenhöfer. Die meisten Al-Qaida-Kämpfer entkamen, Bin Laden wurde nicht gefasst. Ungerechtigkeit aber ist für Todenhöfer der fruchtbarste Nährboden für neuen Terrorismus. Und er verweist darauf, dass die Zahl blutiger Anschläge weltweit -- von Djerba bis Bali -- seit Beginn des Anti-Terror-Krieges dramatisch gestiegen sei. "Wenn so Siege gegen den Terrorismus aussehen, wie sehen dann erst Niederlagen aus?", fragt Todenhöfer bitter. Eindringlich warnt Todenhöfer davor, im Irak nun all diese Fehler noch einmal zu wiederholen. Für ihn hätte ein solcher "vorbeugender Angriffskrieg" nicht nur völkerrechtlich unabsehbare Konsequenzen, sondern auch politisch, wirtschaftlich, militärisch -- und vor allem, was die Opfer unter der Zivilbevölkerung angeht. Todehöfer fragt: "Wie viele schuldlose Männer, Frauen und Kinder darf man töten, um einen Diktator aus dem Amt zu jagen?" In packenden Reportagen berichtet der CDU-Mann von seinen Reisen nach Afghanistan und in den Irak, wo er jene Menschen getroffen hat, die in den Planungen der Militärs allenfalls als Zahlen auftauchen. Todenhöfer formuliert persönlich, emotional und voller Engagement. Der Vater dreier Kinder verweist immer wieder auf die menschliche Dimension des Krieges. Er ist ein Mann mit Idealen, keine Frage. Zugleich argumentiert der ehemalige Unionspolitiker realpolitisch, so dass man seine Forderungen nicht als naiv beiseite wischen kann. Zudem ist der Burda-Manager kein Pazifist, und schon gar kein Anti-Amerikaner. Resultat: ein eindrückliches Buch von aktueller Brisanz. --Christoph Peerenboom 4 Kundenrezensionen:Sehr authentisch! 5 von 5 PunktenEin sehr schönes ehrliches Buch über den Rachenzug Amerikas gegen den "Terror" und damit verbundene Schicksalsschläge von zwei jungen Menschen. Sehr empfehlenswert Erschütternd dümmlich 1 von 5 PunktenWer weint um seine Kinder? Normalerweise die Eltern, wobei manche die Kinder mit einem Sprengstoffgürtel versehen um damit möglichst viele andere Kinder zu töten. Das ficht -natürlich- einen echten Todenhöfer nicht an, Hauptsache der biedere Leser ist erschüttert und kauft das Druckerzeugnis. Todenhöfer sollte erklärt werden, welche Rechte muslimische Bürger im Westen - Israel ausdrücklich eingeschlossen- haben, und welche Rechte Christen, Hindus und Buddhisten in muslimischen Ländern eben nicht haben. Todenhöfer verweist auf den angeblich wirkungslosen Kampf gegen den Terror (Bin Laden ist möglicherweise noch nicht getötet worden) und Opfer unter der Zivilbevölkerung. Es mag dem werten Herrn entgangen sein, dass Bin Laden sich nicht dem Auslieferungsgesuch gestellt hat, und die Taliban eben diesen Herrn nicht überstellt haben. Was schlägt der wackere Autor vor, um Bin Laden habhaft zu werden? Eine Einladung zur Tupperparty? Oder ist die Realität schlicht kein Thema für Herrn Tödenhöfer, wenn es um den Absatz der eigenen Druckerzeugnisse geht? Dann sollte er auch ein Buch über die sog. RAF schreiben, oder über Strafvollzug im Allgemeinen. Er könnte auch konstruktive Vorschläge machen - aber das würde zu weit in die Realität führen. Damit kann Tödenhöfer die eigene Klientelpflege nicht betreiben, also bleibt es bei derart einseitigen Machwerken. Großartig ! 5 von 5 PunktenJürgen Todenhöfer war in seinen jungen Jahren ein Geldbote der deutschen Regierung. Er lieferte während des afghanischen Bürgerkrieges gegen die Sowjetunion deutsche Steuergelder an die Wiederstandskämpfer aus denen sich die extremistischen Taliban sowie die terroristische Al-Quaida bildeten. Heute, 20 Jahre später schreibt dieser Bürobote der deutschen Außenpolitik ein Meisterwerk der kritischen Literatur. Man kann Herrn Todenhöfer zu dieser persönlichen Befreiung nur gratulieren und hoffen, daß andere Funktionäre seinem Beispiel folgen. Hervorragendes Werk 5 von 5 PunktenDieses Buch hat mich beeindruckt. Sehr informativ und zugleich spannend. Klare Orientierung und deutliche Beschreibung des Hauptpunktes (weshalb u.a. die USA bei ihrer Außenpolitik erhebliche Fehler begannen haben). Ich wünsche diesem Buch auch ein internationales Gehör, da ich denke, dass es SEHR lesenswert ist und einiges verheimlichte deutlich ausspricht bzw. richtig(er) darstellt. |
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Das Ende des Glaubens: Religion, Terror und das Licht der Vernunft von Sam HarrisGebundene Ausgabe von Edition SpurenPreis bei Amazon: EUR 22,00, Angebote ab EUR 17,98 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3905752069, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: 1 |
4 Kundenrezensionen:Ein wichtiges Buch 5 von 5 PunktenEin wichtiges Buch, das die vorherrschende Political Correctness rational hinterfragt. Ich finde es wichtig, ab und zu zu überprüfen, ob die ethischen Regeln, die eine Gesellschaft aufstellt auch tatsächlich zu den Zielen führen, die sich dieselbe Gesellschaft gesetzt hat. Tabus behindern häufig dieses Nachfragen, und unter Umständen merkt man auf diese Weise gar nicht, dass man sich nach und nach von den gesetzten Zielen entfernt. Harris argumentiert in seinem Buch auf rationale, unpolemische Weise, weshalb ich es letztendlich als sehr erfrischend empfinde. Sehr angenehm finde ich auch, dass Harris Wege aufzeigt, auf rationale Weise Spiritualität zu erleben. Ob es einem das Buch gefällt, hängt bei dieser Art von Büchern natürlich immer von der jeweiligen Voreinstellung des Lesers ab. Sehr gläubige oder esoterisch interessierte Menschen werden an diesem Buch vermutlich wenig Gefallen finden. Leute, die gern und gründlich nachdenken und auch an ungewohnten Gedankenspielen nicht Anstoß nehmen, finden dieses Buch vermutlich sehr intererssant. Ich finde es sehr gut. Klar, rational und kompromisslose Religionskritik 5 von 5 PunktenSam Harris hat ein sehr bemerkenswertes Buch über die Probleme geschrieben, die Religion über die Menschheit gebracht hat: dabei geht er weit über die Kritik hinaus und zeigt auf, welche Alternativen für den Rationalisten bestehen, um die immer wieder vorgebrachten 'Vorteile' bzw. 'Gründe' für Religion weitaus positiver zu realisieren. Er beginnt mit den augenscheinlichsten Fehlern und Gefahren der Religion: dem widersinnigen Bestehen auf völlig unfundierten (und unfundierbaren!) Aussagen; der inhärenten Feindseligkeit gegenüber allen, die an diesen Aussagen zweifeln; bis hin zu den unzähligen Schrecken von Krieg, Verfolgung und allgemeinem Elend, die aus der Religion direkt entstanden. Und er benennt kompromisslos die Unsinnigkeit in der Unterscheidung zwischen radikalen und gemäßigten Religionsanhängern. Dabei streicht er den Islam als das aktuell drängenste Problem heraus, stellt jedoch klar, dass aus prinzipieller Sicht andere Religionen, insbesondere Christentum und Judentum, hier in keinster Weise weniger problematisch sind. Nachdem die offensichtlichen Gefahren benannt wurden, wendet sich Harris den angeblich positiven Seiten der Religiosität zu. Er zeigt auf, dass sowohl Ethik, als auch Spiritualität, die immer wieder von Religionsanhänger als jenseit rationaler Einsicht stehend erklärt werden, und in die Einsicht zu erlangen deshalb nur Religion gewähren kann, sehr wohl einen rein rationalen Ansatz erlauben. Ja, auch hier gilt, dass der rationale Ansatz weitaus vielversprechender und fruchtbarer ist, während religiös-dogmatischer Glauben letzt endlich zu einem unüberwindlichen Hindernis wird, beim Versuch, neue Erkenntnisse auf diesen Gebieten zu erlangen, die über den Stand von vor 2000 Jahren, als etwa die westlichen 'heiligen' Bücher geschrieben wurden, hinausgehen. Womit auch für eine dem 21. Jahrhundert angemessen Ethik und Spiritualität die Religion sich als Fessel erweist. Zu Anfangs etwas irritierend ist das im letzten Kapitel (zur Spiritualität) angestimmte Hohelied auf östliche Lehren. Hier jedoch muss man genau lesen, da er diese lediglich in soweit hochhält, als sie von religiösen Dogmen freie Ansätze zur Erkundung der Verhältnisse von Subjekt und Objekt, vom 'Selbst' bzw. 'Ich' und Bewußsein darstellen. Was ohne Beweise behauptet werden darf, darf auch ohne Beweise bestritten werden (Hitchens) 4 von 5 PunktenDies ist das zur Zeit kompromissloseste Werk gegen die monotheistischen Religionen, besonders gegen den Islam (Horden aus dem 14. Jahrhundert mit Waffen des 21. Jahrhunderts (108); er ist die "gewaltbereiteste Religion", seine Länder haben "blutige Grenzen"(132)). Harris bezeichnet den Glauben als Mutter des Hasses (27) und die Religion als Ursache für den Terror. Zu Recht fragt er: "Warum tauschen 19 gebildete Männer aus der Mittelschicht ihr Leben auf dieser Welt gegen das Vorrecht, Tausende unserer Mitmenschen töten zu dürfen?" Und warum werden diese Menschen in ihrer Gesellschaft hoch geehrt, ihre Familien reich beschenkt? Die Antwort: "Wie der Mensch glaubt, so handelt er." (42) Damit ist Glaube keine Privatsache (41), Freiheit des Glaubens schlecht (Beispiele dazu auf S. 44), religiöse Mäßigung "der scheinbare Unwille, sich dem Gesetz Gottes vollständig zu unterwerfen" (17). Betonung auf "scheinbar". Die irrationalen Glaubensinhalte der kritisierten Religionen werden als "geistiger Unrat der Antike" bezeichnet, mit denen wir uns auch noch brüsten. (45) Derselbe Glaube, der sich der Vernunft nicht beugt ist aber empfänglich für hilfreiche Beweise (falls es sie jemals gibt). Damit sei bewiesen, dass Glaube "nicht mehr ist als die Bereitschaft, auf den Beweis zu warten." Sind auch religiöse Menschen nicht verrückt, ihre Glaubensinhalte sind es auf jeden Fall. Denn die alten Religionen haben nicht viel mehr "als ein paar Zeugnisse uralter Ignoranz und Geisteskrankheit kanonisiert, um sie an kommende Generationen weiterzureichen, als handle es sich um altes Urwissen. ... Tatsächlich ist es schwer, sich einen Glaubenskanon vorzustellen, der mehr von geistiger Umnachtung zeugt als jener, der den meisten unserer religiösen Traditionen zugrunde liegt." Aus dem reichhaltigen Fundus des katholischen Glaubens bringt Harris dann einige Beispiele dazu: die Transsubstantiation: Jesus wird in Fleisch und Blut immer wieder in Form eines "Kekses" (das nach der Konsekration eben kein Keks mehr ist) verspeist; er wurde von einer Jungfrau geboren, er hat den Tod überlistet, er und die Jungfrau seien körperlich in den Himmel aufgefahren. Alle diese "Wahrheiten" sind durch den Heiligen Geist eingegeben und damit in allen ihren Teilen unfehlbar; der Modernismus aber ist eine Häresie (106). All diese Kritik ist höchst notwendig und wichtig in ihrer Klarheit. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich mit den Fragen von Moral, Ethik und Pazifismus. Harris kommt zu dem Schluß, dass wir "die Tatsache akzeptieren müssen, dass Gewalt (oder die Androhung von Gewalt) oftmals eine ethische Notwendigkeit darstellt." Eine sehr heikle Frage, die man wohl nur für den Einzelfall richtig und nie generell lösen wird können. Das Großkapitel "Bewußtseins-Experimente" halte ich persönlich für entbehrlich - wohl wissend, dass Harris damit auf die Erkenntnis vorbereitet, dass Spiritualität auf rationalem Fundament möglich ist. Gehört das zum Thema in dieses Buches? Insgesamt ist das Werk einzigartig in seiner Art. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass die Thematik übersichtlicher aufbereitet wird. Sicher pflegt Harris einen lockeren, sympathischen, oft legeren Stil, durchsetzt mit sehr anschaulichen, geradezu verblüffenden Vergleichen; doch ist eine logische Entwicklung seiner Ideen und Gedanken nicht erkennbar. Sie stehen zu sehr im Raum, manchmal etwas apodiktisch formuliert (was mich bei Harris nicht stört) - woher kommen sie, wie kommt er zu seinen Schlüssen? Conclusio: absolut empfehlenswert, weil es in seiner Klarheit und Kompromisslosigkeit seinesgleichen sucht. Gegen Religion und Terror 4 von 5 Punkten»Ich hasse Fanatiker. Tod allen Fanatikern!« Diesem Motto scheint das Buch von Sam Harris zu folgen. Doch vielleicht muss man sich erst mal einige Fakten über Amerika vor Augen führen, um Sam Harriss Zorn auf die Religionen besser zu verstehen. 50 Prozent der Amerikaner bewerten Menschen, die nicht an Gott glauben, als negativ. 70 Prozent halten bei Kandidaten für das Amt des Präsidenten eine starke Religiösität für unabdingbar. Nur 28 Prozent der Amerikaner glauben an die Evolution und die Kreationisten fordern, dass die »Intelligent-Design-Theorie«, die Theorie, dass die Welt von einem Schöpferwesen geschaffen wurde, gleichberechtigt zur Evolutionstheorie in Biologie unterrichtet wird. In diesem in religiöser Hinsicht zunehmend fundamentalistischer werdenden Land ist die Bewegung der »Neuen Atheisten«, zu denen unter anderen Richard Dawkings und Sam Harris gehören, ein vielleicht notweniger Gegenpol. Uns Europäern erscheinen diese Atheisten freilich selbst etwas fundamentalistisch. Sam Harris argumentiert, dass gerade die Haltung der Toleranz gegenüber dem Glauben, und seien dessen Inhalte auch noch so unsinnig, den Fundamentalismus in den Religionen fördere. Es müsse erlaubt sein, den Glauben zu kritisieren, bislang werde es aber als unschicklich angesehen, zu bezweifeln, dass irgendwelche heiligen Schriften von Gott stammen. Dabei kritisiert er vor allem den Islam, das Judentum und das Christentum. »Das Ende des Glaubens« ist flüssig zu lesen, und oft sehr humorvoll, zum Beispiel wenn er die Frage stellt, warum Gott wohl Shakespeare als einen besseren Autoren geschaffen hat als sich selbst. Harris unterscheidet zwischen Spiritualität/Mystik und Religion. »Die Geschichte menschlicher Spiritualität ist die Geschichte unseres Bemühens, die Inhalte unseres Bewusstseins mittels Fasten, Chanten, Reizentzug, Gebet, Meditation sowie des Gebrauchs psychotroper Pflanzen zu erkunden und zu verändern. Dass derartige Experimente sich auf rationale Art und Weise durchführen lassen, steht außer Frage.... Ein solches Unterfangen wird erst dann irrational, wenn Menschen damit beginnen, Behauptungen über diese Welt aufzustellen, die sich nicht durch empirische Beweise stützen lassen« schreibt Harris auf Seite 219. Im Allgemeinen sind seine Argumente gut und stimmig, jedoch beim Kapitel über Folter stellen sich mir die Zehennägel auf: mit dem utiliaristischem Argument, dass es in Ordnung sei, einige Terroristen zu foltern, wenn man damit Hunderten von unschuldigen Männern, Frauen und Kindern das Leben retten könne, argumentiert er für den Einsatz von Folter. Doch wer soll bestimmen, ab wievielen Personen die Anzahl von möglicherweise! geretteten Personen den Gebrauch von Folter rechtfertigt? Wer passt auf, dass die Hemmschwelle nicht immer weiter sinkt? Diese Fragen stellt Sam Harris gar nicht. Trotz dieses Ärgernisses ist das Buch sehr lesenswert und verdient für seinen flüssigen Stil und die interessanten Argumente ein sehr gut. |
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Untergrundkrieg: Der Anschlag von Tokyo von Haruki MurakamiTaschenbuch von btb VerlagPreis bei Amazon: EUR 10,00, Angebote ab EUR 3,49 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442730759, Erscheinungsdatum: Sept. 2007 |
4 Kundenrezensionen:Japanische Abgründe tun sich auf 4 von 5 PunktenDrei Ereignisse erschütterten Japan in den 1990er Jahren. Eines davon, das Erdbeben von Kobe, hat Haruki Murakami literarisch in seiner Kurzgeschichtensammlung Nach dem Beben" verarbeitet. In Untergrundkrieg", einem Sachbuch, wird das Sarin-Attentat von Tokio verarbeitet. Der dritte Schock, das Platzen der Wirtschaftsblase, taucht in beiden Büchern, wenn auch eher am Rande auf. Untergrundkrieg" erschien in Japan ursprünglich in zwei Bänden. Die zwei Teile unterscheiden sich ganz erheblich. Im ersten Band kommen die Opfer zu Wort. Murakami weist darauf hin, daß er nur einen Bruchteil der Gesprächspartner, unter den Tätern als auch unter den Opfern, für ein persönliches Gespräch gewinnen konnte. Viele wollten lieber nicht mehr an den Anschlag erinnert werden. Und für viele unverheiratete Frauen sei es unangebracht alleine mit einem fremden Mann zu sprechen. Das Buch bietet also auch einen interessanten Einblick in den japanischen Alltag. Obwohl Murakami nach einigen Interviews den Text etwas abwechslungsreicher gestaltet, in dem er weitere Hintergründe der Tat schildert, so ist der erste Teil des Buchs stellenweise doch etwas ermüdend. Immer wieder wird der gleiche Tag, mit sehr ähnlichen Beobachtungen aus der U-Bahn und Alltagsbeschreibungen der Opfer beschrieben. Dabei ist es oft interessanter was die Interviewten über ihren Alltag zu erzählen haben, als ihre Beobachtungen des Attentats. Dennoch ist es reizvoll viele verschiedene Beteiligte zu Worten kommen zu lassen, um ein größeres Bild des Anschlags zu bekommen. Annähernd rund wird dieses Bild dann im zweiten Band, in dem die Täter, Mitglieder der buddhistischen Weltuntergangssekte Aum Shinrikyo, zu Wort kommen. Über sie wurde zwar bereits im ersten Band berichtet, aber nun kommen sie selbst zu Wort. Die Schilderungen des Alltags in Shoko Asaharas Gemeinschaft erinnert an das, was man bereits von anderen Sekten gehört hat. Die Anhänger werden bedrängt, zum Eintritt und Verbleib in der Sekte genötigt, müssen ihren weltlichen Besitz der Sekte spenden, müssen Flugblätter verteilen und gehorchen. Ungewöhnlich mag vielleicht sein, daß einige Mitglieder gefoltert und für Menschenversuche mißbraucht und unter Drogen gesetzt wurden. All diese Opfer nahmen viele Anhänger aber gerne in Kauf, weil sie in der Sekte endlich eine spirituelle Heimat, eine Bestimmung und noch mehr fanden, das sie in der Welt außerhalb von Aum schmerzlich vermißt hatten. Manche Beobachter waren verblüfft, daß fast alle Attentäter und auch Asahara selbst zu der vermeintlichen Elite der Gesellschaft gehörten, wie auch bei vielen der Terrorpiloten des 11.9.2001. Und das ist dann auch ein sehr bemerkenswerter Satz eines der Opfer des Sarin-Anschlags: Trotz all dieser brillanten Köpfe hat Aum auch nichts Besseres zustande gebracht, als sich in eine Art Massenterrorismus zu stürzen.". Wo sind die Alternativen für eine bessere Welt? Murakami ist auch ein medienkritisches Buch gelungen. Zahlreiche Opfer stellten fest, daß die Fernsehbilder und Zeitungsartikel einen völlig anderen Eindruck von dem Anschlag vermittelten. Mit Kritik an den zuständigen Katastrophenschutz-Behörden wird im übrigen auch nicht gespart. Obwohl es bereits vor dem tragischen Tag in Tokio ein Sarin-Attentat von Aum gegeben hatte, waren die Zuständigen nur unzureichend vorbereitet. Was Untergrundkrieg" fehlt, damit es ein vollends abgerundetes Werk zum Thema wäre, ist ein objektiverer Blickwinkel. Interviews mit Wissenschaftlern, insbesondere Psychologen und Sektenforschern wären interessant gewesen, um mehr über die Täter herauszuarbeiten. So bleibt es eben doch das Buch eines Schriftstellers, der besonders vom Tokioter Attentat fasziniert war, weil er sich auch in seinen Romanen, gerne mit unterirdischen Parallelwelten beschäftigt. Im übertragenen Sinne zeigten die Vorfälle in der U-Bahn für Murakami wohl, welche Gefahren, unverarbeiteten Komplexe und welche Grausamkeit unter der Oberfläche der nach außen so heilen, friedlichen, geordneten und vermeintlich perfekt funktionierenden japanischen Gesellschaft brodeln. Das Erdbeben von Kobe brachte die Auswirkungen der unterirdischen Erdaktivitäten zu Tage. Der Anschlag von Tokio legte offen, daß die japanische Gesellschaft mit ihrer uneingeschränkten Hinwendung zum Materialismus und der totalen Unterordnung des Individuums selbst Teilen der Privilegierten zuwider ist. Ein lehrreiches Buch über Japan und über das weltweit brisante Thema Terrorismus. Fesselnd und auch typisch Japanisch 4 von 5 PunktenMurakami ist fuer mich eher durch seine herrlichen Romane bekannt, um so mehr war ich erstaunt, dass er auch ein dokumentarisches Buch ueber den Sarin-Anschlag in Tokyo verfasst hat. Das Buch ist eine Sammlung von Interviews mit den Opfern des Anschlages. Viele subjektive Erinnerungen reihen sich so zu einem Bild zusammen und zeigen die sinnlose Abscheu dieses Terroraktes. Ich lebe in Tokyo und ich selbst fand es beeindruckend wie sehr sich die japanische Menatlitaet in den Berichten wiederspiegelt und wie fremd sie mir aus diesem Blickwinkel immer noch ersccheint. Japaner haben eine peristente Haltung gegenueber ihrer Umwelt, totzen mit stoischer Gelassenheit allem solange nicht der Gruppenzwang sie aus dieser Haltung reist. Ist der Gruppenzwang da, dann verhalten sich die meisten wie Marionetten, die sich dem momentanen Leitgedanken unterordnen ohne ihn zu hinterfragen. Das ist nicht nur eine Folge des Sarins wie andere Leser vermuten, es ist ein Grundprinzip des japanischen Geistes. Kontroverse Interviews mit beiden Seiten! 5 von 5 PunktenAuf der einen Seite, die Bahnangestellten und die White-collar Worker auf ihrem Weg zur Arbeit, die von dem Anschlag betroffen waren. Auf der anderen Seite die Sektenanhänger. Man kann den Untertitel "eine Reise in die Psyche Japans" gar nicht groß genug schreiben. Sicherlich strotzt der erste Teil von Sentimentalitäten und der AUM-Teil von Dummheit, sowohl seitens der Anhänger, als auch von einer großen Unaufgeklärtheit auf Murakami's Seite. Aber diesem Buch geht es nicht um Wahrheit oder DIE Wahrheit, sondern darum etwas zu zeigen. Leuten eine Stimme zu geben, die sonst keine haben. Was hier zwischen den Zeilen steht, ist so bitterböse ... die Stadt Tokio, wird gezeichnet, wie eine Stadt aus der Zukunft. Der Menschen Zerbrechlichkeit/Verwundbarkeit. Eine Warnung vor den Religionen! (Einer westlichen Modeverherrlichung östlicher Religionen.) Ein Plädoyer für den Skeptizismus/Konstruktivismus! Eine nervige Anhäufung sinnloser Banalitäten 1 von 5 PunktenDas gesamte Buch besteht aus einer Aneinanderreihung von Interviews mit Betroffenen. Die erwähnten einfühlsamen Interviews bestehen meist aus 50% zweckfreien Rahmeninformationen über die Interviewpartner in der Art von: >>Wenn ich um halb sechs aufstehe gieße ich als erstes meine Bonsai. Noch bevor ich sie selbst etwas trinke, bekommen sie ihr Wasser. Im Winter reicht es, sie einmal alle drei Tage zu gießen, Im Sommer muss es jeden Tag sein.<< Diese Art Berichterstattung ist meiner Ansicht nach nicht dazu angetan, analysierbare Informationen über die Anschläge zu liefern. Die dafür notwendigen Informationen fehlen fast völlig, von einer U- Bahn Karte am Ende des Buches mal abgesehen. Krankenhausstandorte, die Skizze einer U-Bahnstation, sinnvolle Interviewüberschriften im Inhaltsverzeichnis sind einfach nicht vorhanden. Der Überblick den das Buch verschaffen will verliert sich in anstrengenden und zähflüssigen Nichtigkeiten. Weniger Literatur als viel mehr eine schlechte Kreuzung aus James Joyce Ulysses Detailüberflutung und der "menschlichen Betroffenheitsabteilung" der Bildzeitung. Die als japankundig beschriebene Übersetzerin machte sich offensichtlich noch nicht einmal die Mühe zu ergründen daß im deutschen Sprachgebrauch nur Tote auf einer Bahre transportiert werden. Das Buch ist zu Informationszwecken äußerst wenig geignet. Falls der Leser jedoch wünscht, exzessiv in Betroffenheit zu schwelgen: Nur zu und viel Vergnügen... |
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