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Politische Korrektheit: Das Schlachtfeld der Tugendwächter von Jörg SchönbohmGebundene Ausgabe von Manuscriptum Verlagsbuchhandlung Thomas Hoof KGPreis bei Amazon: EUR 7,80 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3937801561, Erscheinungsdatum: April 2009, Auflage: 1., Aufl. |
4 Kundenrezensionen:Jörg Schönbohm im Gespräch 5 von 5 PunktenJörg Schönbohm im Gespräch: Erleben Sie den streitbaren Konservativen im Gespräch, 30. September 2010, Industrieclub Potsdam. Der Eintritt ist frei. Veranstalter: GOERICKE -Beratung für Strategie und Kommunikation Klein und fein 5 von 5 PunktenEin kleines feines Büchlein das mir aus der Seele spricht. Es zeigt wie mit (vermeintlicher) Politischer Korrektheit teilweise schon fast eine Zensur stattfindet. Wenn Wortwahl über Wahrheit geht kann haben Tugendwächter zu viel Macht. Nach dieser Lektüre wird man wacher sein. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Lesenswert 5 von 5 PunktenEin gutes, lesenswertes Buch. Hier wird genau analysiert, wie vorgeblich "progressive" politische Strömungen und Strömunginnen die Sprache zu ihren Zwecken manipulieren (und nebenbei auch erheblich verhunzen). Es zeigt, dass die selbsternannten Hüter der Toleranz zuweilen selbst sehr wenig tolerant sind. Aber Freiheit ist auch heute noch die Freiheit des Andersdenkenden und wenn wir nicht irgendwann in einer Gesinnungsdiktatur landen wollen, dann sollte es mehr solche klugen und mutigen Bücher geben. Lesenswert 5 von 5 PunktenGute Beurteilung der gegenwärtigen politschen Verhältnisse. Die Unterdrückung der im GG. verbriefte Meinungsfreiheit wird hier deutlich. |
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Unser Jahrhundert: Ein Gespräch von Helmut Schmidt, Fritz SternGebundene Ausgabe von C.H. BeckPreis bei Amazon: EUR 21,95, Angebote ab EUR 14,80 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3406601324, Erscheinungsdatum: Februar 2010, Auflage: 1 |
Aus der Amazon.de-RedaktionNicht schon wieder! Gibt es denn außer Helmut Schmidt (oder Richard von Weizsäcker) wirklich niemanden, der kompetent und umfassend über das 20. Jahrhundert Auskunft zu geben vermag? Bei aller Wertschätzung ist der Altkanzler doch nun wirklich im vergangenen Jubeljahr anlässlich seines Neunzigsten mehr als ausführlich zu Wort gekommen. Doch gemach! Schließlich hat da ja noch ein Anderer am Gesprächstisch gesessen. Und was für einer. Nicht ganz so alt an Jahren zwar, aber was Weisheit und Lebenserfahrung angeht, seinem Gesprächspartner in jeder Hinsicht ebenbürtig. Zudem als Sprössling einer deutsch-jüdischen Emigrantenfamilie und als führender US-Historiker sozusagen qua Geburt und Profession Experte für alles, was das zurückliegende Jahrhundert an Leben, Leiden und Lehren bereithielt. Dementsprechend handelt es sich bei dem Gespräch, das hier dokumentiert wird, um alles andere als um den Austausch von Höflichkeiten und das Schwelgen zweier Greise in den Erinnerungen an gute wie schlechte, alte Zeiten. Zwar ist Fritz Stern seinem unverhohlen bewunderten Gegenüber seit über drei Jahrzehnten in Freundschaft verbunden. Doch die Beziehung der Beiden ist nicht zuletzt aufgrund der geographischen Distanz dann doch nicht so innig, als dass der Eine den Anderen ohnehin in- und auswendig kennt. Davon kann der Leser profitieren. Denn so entspinnt sich eine äußerst lebhafte Diskussion, weit davon entfernt, sich gegenseitig nur mit Stichworten zu bedienen. Hier sitzen sich zwei Persönlichkeiten auf Augenhöhe gegenüber. Gleichermaßen belesen und eloquent, scheuen sie auch nicht davor zurück, dem Anderen Paroli zu bieten oder sogar in die Parade zu fahren ? was sich ja insbesondere in Anbetracht der berühmt berüchtigten Apodiktik Helmut Schmidts in einem echten Disput kaum vermeiden lässt. Geradezu rührend andererseits, wie Fritz Stern in solchen Fällen den Freund behutsam aber bestimmt auf den Boden zurückholt, wenn sich der einmal verstiegen hat: wenn er beispielsweise das Hohelied auf den Keynesianismus des NS-Chefökonomen Hjalmar Schacht anstimmt oder über die genetische Disposition der Deutschen zum Massenmord sinniert. Insgesamt eine ebenso spannende wie lehrreiche Geschichtsstunde, in der nicht nur die Vergangenheit Revue passiert, sondern auch die Probleme der Gegenwart nicht zu kurz kommen. ? Arnold Abstreiter 4 Kundenrezensionen:Ein großes Vergnügen! 5 von 5 PunktenEines vorweg: die heutigen "Spezialdemokraten" haben mit Helmut Schmidt (leider) so gar nichts mehr gemeinsam! Wer nur ein bißchen geschichts- und politikinterssiert ist, wird mit diesem famosen Buch auf seine Kosten kommen. Der spürbare Respekt des einen vor dem anderen, der selbst gesetzte Rahmen (Zeiten, Ort), all das macht die Lektüre angenehm, höchst informativ und kurzweilig. Politisch kann man stehen wo man will, es nötigt Respekt ab, WIE die beiden Protagonisten Schlüsse ziehen, Meinungen vertreten, streiten und voraus blicken. Bin begeistert! Ein Gewaltmarsch durch die Geschichte unseres Jahrhunderts 4 von 5 PunktenDie Helmut Schmidt Welle rollt weiter und jedes Apercu des hanseatischen Altkanzlers hat mittlerweile Offenbarungscharakter. Nach Erfolgstiteln wie "Außer Dienst" und den "Zigarettengesprächen" mit Giovanni di Lorenzo sieht sich deshalb auch der Beck Verlag in der unternehmerischen Pflicht, die Galionsfigur der politischen Öffentlichkeit noch einmal zu Wort kommen zu lassen. Die fühlt sich in den Verlagsräumen als Mitherausgeber einer historischen Reihe ohnehin heimisch. Und so überrascht es kaum, dass sich "Unser Jahrhundert" mittlerweile seit Wochen hartnäckig in den Bestsellerlisten hält. Für dieses Projekt hat sich der beliebteste Kettenraucher und Aufklärer der Republik einen würdigen Gesprächspartner eingeladen. Der renommierte Historiker Fritz Stern wurde 1926 als Sohn eines zum Protestantismus konvertierten jüdischen Arztes in Breslau geboren und emigrierte 1938 in die Vereinigten Staaten. An der Columbia University avancierte er zur Koryphäe auf dem Gebiet der Neueren Geschichte. Die Versuchsanordnung ist ebenso einfach wie einträglich: Bewaffnet mit einigen Notizen fanden sich die Freunde im Sommer 2009 in der Schmidtschen Residenz am Brahmsee ein. Es folgte ein dreitägiger Gesprächsmarathon, der auf Anraten der Journalisten Nina Grunenberg aufgezeichnet wurde. Hieraus entstanden knapp dreihundert Seiten mit dem ebenso lakonischen wie ehrgeizigen Titel Unser Jahrhundert. Mit epikureischer Weitsicht begeben sich die beiden Weltbeobachter auf einen Gewaltmarsch durch die Geschichte, der seinesgleichen sucht. So spannen sie einen Bogen vom Scheitern der Weimarer Republik über die Rolle der USA beim Wiederaufbau Europas bis hin zur deutschen Wiedervereinigung. Ganz nebenbei thematisieren sie unter anderem die Finanzierung des Sozialstaats, erörtern die Dimensionen der Finanzkrise und spekulieren über die Rolle der Deutschen in der EU. Im Vordergrund steht dabei immer das Verhältnis zwischen deutscher und amerikanischer Politik, so etwa beim Vergleich der amerikanischen Verfassung mit dem deutschen Grundgesetz. Die immense Sach- und Personenkenntnis der beiden sind bisweilen so gewaltig, dass sich der schwindelige Lesern gern an seinem Brockhaus festklammern möchte. Von Montesquieu bis Ahmadinedschad, von Alexander dem Großen zu "Wie heißt er noch?"- Guido Westerwelle, hier wird einem jeden sein Platz zugeteilt. Angesichts der aufwendigen Ausstattung des Buches wäre ein Glossar aber wohl nicht zu viel verlangt gewesen. Sowohl der Pragmatiker Schmidt als auch der Theoretiker Stern machen keinen Hehl daraus, dass ihre Urteile nicht bis ins Letzte begründet sind und dass der Text keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Insofern ist Unser Jahrhundert kein Geschichtsbuch, sondern ein Plädoyer für Geschichtsbewusstsein. Hier debattieren zwei Zeitzeugen, die um Ihre Erfolge und Fehler wissen und auch nicht davor zurückscheuen, mit sich selbst und anderen hart ins Gericht zu gehen. So offenbart Schmidt: "Es gehört zum politischen Handwerk, das man über Lügen hinwegpfuscht." Stern: "Haben Sie das auch getan?" Schmidt: "Natürlich. Nur Professoren haben das nicht nötig." Entsprechend authentisch und sympathisch wirken die beiden Monumente ihrer Zeit, wenn sie auch vor heiklen Themen nicht die Augen verschließen und ihrerseits nach Antworten ringen. Gab es einen spezifisch deutschen Antisemitismus? Wie war der Holocaust mitten in Europa überhaupt möglich? Diese Fragen bilden den Kern des Gesprächs und führen den Leser tief hinein in die deutsche Geschichte von Preußen nach Weimar, vom Primat des Militärischen bis zum Versailler Vertrag. Der Politiker und der Historiker liefern verschiedenste Erklärungsversuche, geraten in Dissens über die Mitwisserschaft der Deutschen an den nationalsozialistischen Verbrechen und müssen schließlich doch vor der Nichterklärbarkeit kapitulieren. Angesichts der jüngsten politischen Ereignisse fällt auch auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen Deutschland und Israel ein neues Licht. In Abgrenzung zur amtierenden Regierung betont Schmidt, dass Deutschland keine besondere Verantwortung gegenüber Israel habe. Zwar scheut er sich nicht vor ignoranten Anfeindungen, weiß aber um die politische Brisanz und schlägt vor: "Lassen Sie uns das Thema verlassen, Fritz, da kommt nichts Positives mehr raus." Auch wenn sich hinter dieser und ähnlichen Äußerungen eine gewisse Resignation vermuten ließe wird deutlich, dass man hier keiner Elegie eines Kulturpessimisten lauscht. Aus seinem Geschichtsbewusstsein heraus betont Schmidt geradezu die Neugierde auf die Gegenwart und seine Lust an der Einmischung. Wenn diese hier und da einmal zu plakativ daherkommt, wagt es der Historiker auch schon einmal, der Schmidt-Show Einhalt zu gebieten, was der Qualität des Gesprächs zu Gute kommt. Zum Untertitel "Ein Gespräch" liest man im Nachwort: "Alles aber was ein lebendiges Gespräch ausmacht, das Kursorische, Mäandernde, Improvisierte wurde so weit wie möglich beibehalten; das gleiche gilt für den Sprachduktus." Weiterhin heißt es, dass man sich entschlossen habe "[...] die spontane Antwort und das frei gesprochene Wort im Zweifelsfall stehen zu lassen und den Text weder durch gelehrte Nachbesserung noch durch die Regeln der Hochsprache ins Prokrustesbett zu zwängen." Alle Authentizitätsbekundungen sollten allerdings nicht über den artifiziellen Charakter des Gesprächs hinwegtäuschen. Schmidt: "Wir dürfen in unserem Buch nicht Stunden über Henry reden." Stern: "Sie denken doch nicht etwa schon an das Buch?" Schmidt: "Selbstverständlich." Die beiden Gesprächspartner sind sich ihrer Kunst im Dienste des Lesers also durchaus bewusst. Aus Zutaten von historischen Episoden, politischen Diskursen und lebhaften Anekdoten, garniert mit einer gehörigen Prise Selbstironie mischen die beiden Freunde einen Aperitif, der den historischen Durst keineswegs zu stillen vermag, aber erfrischend lesbar ist und Lust auf mehr macht. Dazu gehört auch, dass sie sich und dem Leser hier und da eine Pause verordnen, um sich in der Kneipe nebenan zu erholen. Lebensweisheit und gelebte Geschichte 5 von 5 PunktenDrei Tage nahmen sich zwei alte Freunde im Jahre 2009 Zeit, um ein Gespräch zu führen. Ein besonderes Gespräch, dessen Besonderheit allein schon in den beiden miteinander sprechenden Personen zu finden ist. Fritz Stern, Historiker und Helmut Schmidt, Altbundekanzler und anerkannter Elder Statesman mit hoher internationaler Reputation. Drei Vormittag und drei Nachmittage, in denen sie gemeinsam das 20 Jahrhundert Revue passieren lassen. Je ihre Erfahrungen und Interpretationen der Zeitgeschehnisse im Gespräch miteinander teilen, bewerten und mögliche Lehren aus der Geschichte gemeinsam ziehen. Vom "Maulhelden" Kaiser Wilhelm II (H.Schmidt) über vertane Chancen der Weimarer Republik, über die Zeit des zweiten Weltkrieges, die junge Bundesrepublik, das transatlantische Bündnis, das zueinander wachsende Europa bis zur Gegenwart. Zwei Freunde, die es beide verstehen, pointiert auf den Punkt genau zu argumentieren und die beide aus einem hohen Sachverstand einerseits und einer reichhaltigen Fülle von Lebenserfahrungen andererseits zu schöpfen vermögen. Beste Zutaten und Voraussetzungen also für einen weiten und breiten Blick auf festem Fundament. Voraussetzungen, die beide nicht .enttäuschen, ganz im Gegenteil. Selten öffnete der privat eher wenig zugängliche Helmut Schmidt den Blick in der hier vorliegenden, intensiven Form auf seine Kriegsjahre. Erfahrungen, Erlebnisse, Bewertungen, in denen er sich mit Fritz Stern durchaus einig ist. Eine Einigkeit, die natürlich bei zwei solche eigenständige Charakterköpfen sich nicht über alle Themen des Buches hinweg zieht. In der Bewertung des schriftlichen Nachlasses Helmut Schmidts vertreten beide andere Standpunkte, ebenso, und das fundamental, in der Bewertung des Verhältnisses der deutschen Bevölkerung der Nazi Zeit im Blick auf den Holocaust. Stern beharrt, völlig zu Recht, auf einem "Gewusst haben müssen" der Deutschen der damaligen Zeit. Gerade die eigenständig und jeweils persönliche Stärke beider Beteiligter ist der besondere Reiz dieses Gespräches. Allzu oft treten Interviewer und Moderatoren Helmut Schmidt äußerst servil gegenüber, kaum mehr als reine Stichwortgeber. Sicher hat es immer einen Reiz, Vorträge aus dem Mund des großen Mannes zu hören und natürlich ist auch in diesem Buch allzeit die Persönlichkeit des Altbundeskanzlers präsent, so sehr, dass man fast vermeint, ihn sprechen zu hören, während man liest. Hier aber hört (liest) man ihn in einem Gespräch auf Augenhöhe. Eigenständige Erinnerungen, Argumente, Beiträge, Betrachtungen kommen von beiden Seiten, ein lebhafter Austausch, der zu keiner Zeit langweilig wird. Eine Lebhaftigkeit durchzieht das Buch, die allzeit zu spüren ist. Assoziationen treten neben altbekannte und geschliffene Formulierungen, ein gegenseitiges Herantasten an manchen Stellen (das heikle Thema Israel) stehen neben Gesprächsabschnitten fast im Vortragsstil. Dass vor allem Helmut Schmidt, letztlich aber beide Gesprächspartner keine sonderliche hohe Meinung von der gegenwärtigen politischen Lage und den handelnden Politikern besitzen, wird zudem äußerst deutlich. Ein hervorragendes, zeitgeschichtliches Dokument zweier starker Menschen, die sich auf Augenhöhe in entspannter Form begegnen und eine Fülle informativer und fundierter Betrachtungen ihrer gelebten Lebensgeschichte und der vielen daran Beteiligten Personen in den Raum stellen. Zudem zweier Persönlichkeiten, die klare Standpunkte und begründete Meinungen offensiv vertreten. Geschichte life 5 von 5 PunktenGeschichte life - Helmut Schmidt garantiert authentisch und offenherzig seine Erfahrungen. Neugierig war ich auf Fritz Stern, den ich noch nicht kannte. Ich bin auf alle Fälle sehr zufrieden. |
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Die leise Diktatur - Das Schwinden der Freiheit von Michael Müller (Hrsg.)Gebundene Ausgabe von MM VerlagPreis bei Amazon: EUR 22,90, Angebote ab EUR 19,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3928272918, Erscheinungsdatum: Juli 2010, Auflage: 1. Auflage |
Eine Kundenrezension:Deine, meine, unsere Freiheit verdunstet in einem Deutschland der Entmündigung, der perfekten Bevormundung. 5 von 5 PunktenDer Inhalt des vorliegenden Buches wurde von 20 Autoren, die sich Sorgen um die Zukunft Deutschlands, ihrer Kinder, ihrer Enkel machen, zusammengestellt. Es ist notwendig, diese Sorgen zu publizieren, denn 70% der Bevölkerung sind nicht mehr abhängig von eigenen Einkünften, sondern von Zuwendungen des Staates. Der Staat ist also ihr Ernährer. Und dies mittels immer neuen Schulden des Staates. Es wird Zeit, dass auf die Realitäten, die die Zukunft des Staates formen, hingewiesen wird. Die Erkenntnis, dass Deutschland dabei ist, die Uniform einer Demokratie, einer Volksherrschaft, abzulegen, mag Ängste durch Erinnerungen an früher" wecken. Fragen Sie sich selbst, wo in Deutschland das Volk oder Teile des Volkes herrschen". Jedes neue Gesetz schränkt die Freiheit der Bürger weiter ein. Stückchen für Stückchen. Könnten Sie mir zustimmen, dass ein Staat mit tausenden von Gesetzen weniger Freiheiten anbieten kann, als ein solcher mit 10 Geboten? Der Zustand des Staates, zubereitet durch eine Parteien- und Beamtendiktatur, ist wenig erbaulich. Trotz friedlicher Jahrzehnte unmittelbar um uns herum gelang es nicht, Reserven für Notzeiten zu bilden, sondern die Hierarchie des (unsozialen) Sozialstaates plünderte ihre Ernährer und vermachte ihnen eine wirkliche Schuldenlast von ca. ? 100.000 pro Kopf. Wenn sich eine solche Bürde für einen Schuldner ansammelt, dann wird die Lüge zu Hilfe gerufen, um zu täuschen. Ein geschäftiger Gehilfe ist die stets anwesende Medienindustrie. Sie machte sich ohne große Widerstände (wie gehabt) längst abhängig von der Obrigkeit. Man nennt dies "political correctness". Denken Sie nur an die massiv geschönten Arbeitslosenzahlen: Offiziell 3,15 Mio. Die Realität: 3,15 plus 3,9 Mio Harz IV- Empfänger (Langzeitarbeitslose). Letztere werden in der Statistik nicht mehr als arbeitslos erfasst. Die wirkliche Arbeitslosenzahl liegt demnach über 16 %. Der Staatszustand ist Besorgnis erregend. Opposition ist unerwünscht. Fähige Politiker werden weggelobt oder vergrault. Schule, Familie, Renten, Arbeitslosigkeit, Kranken- und Altersversorgung erwecken keine Zukunftsfreuden. Sie veranlassen jeden Tag die Einwohner eines Dorfes mit ca. 250 Menschen, Deutschland zu verlassen. Da ich sehr alt bin (86), hatte ich Gelegenheit, die Entwicklung des Staates für ein 3/4 Jahrhundert zu beobachten. Die Ergebnisse sind geschildert in dem Buch "Die Reformverhinderer des geplünderten Sozialstaates". Das hier vorliegende Buch bringt Ihnen nunmehr den einzigartigen Vorteil, die Ansicht von 20 verschiedenen kompetenten Autoren zu einem Thema, dem des Zustandes des Staates, kennen zu lernen. Wer diese oder jene Ansicht nicht teilen mag, kann sich dem nicht verschließen, dass 20 verschiedene Arbeiten zum gleichen Thema einen perfekten Durchschnitt und eine hohe Wahrscheinlichkeit zur Wahrheitsfindung liefern. Lesen Sie dieses interessante Buch. Es lohnt sich. 5 Sterne für die mutigen Autoren dieses sehr wichtigen Buches zum Thema Deutschlands Zustand" sind angebracht. |
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Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen von Sabine BodeTaschenbuch von PiperPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 7,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3492244033, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 15 |
4 Kundenrezensionen:beeindruckend 5 von 5 PunktenEs geht um seltsame Erkrankungen im Alter, um Kriegserlebnisse, die oftmals erst wieder freigelegt werden müssen, um Traumata und Psychologie - gut recherchiert. Nur selten mal muss man eine Länge durchstehen, um wieder gefesselt zu werden. Noch nie hat ein Buch in mir so viel bewegt wie dieses! Es ist gut geschrieben, somit leicht lesbar und lässt mich so Vieles besser verstehen: Die eigene Erziehung (eines Nachkriegskindes), die besonders liebe Tante (Kriegskind, ebenso wie ihr sehr patenter und familiensinniger Mann), Merkwürdigkeiten der eigenen Eltern (junge Erwachsenenzeit im Krieg). - Und insbesondere jedem "Kriegskind" aus Deutschland kann ich nur zurufen: Lies das! Es wird gut tun, es wird Erkenntnis und vielleicht sogar ein Stück mehr Geborgenheit schaffen. Leider keine Pflichtlektüre... 5 von 5 PunktenGlückwunsch an Sabine Bode, die mit viel Ausdauer, Mut und Akribie das "Vergessen" aufbricht. Dieses Buch oder zumindest der inhaltliche Tenor müsste Pflichtlektüre in allen sozialen, pädagogischen und medizinischen Berufsbildern sein, könnte viele Missverständnisse aufklären oder verhindern. Es ist keine gute "Bettlektüre", aber sehr ergreifend, erklärend und aufklärend. Vielen Herzlichen Dank noch einmal an Sabine Bode :-))))) Eine Aufarbeitung deutscher Familientradition im Kontext von Nazideutschland 5 von 5 PunktenDieses Buch hat mir geholfen, Erfahrungen aus meiner Kindheit und das Verhalten meiner Eltern in dem historischen Kontext des Krieges zu verstehen. Sehr einfühlsam dargestellte Fallbeispiele, die Versöhnung und Mitgefühl für diese Generation einladen. Auch sehr hilfreich die Darstellung der Ursprünge der schwarzen Pädagogik, die noch ihre Einflüsse in der Nachkriegsgeneration hatte. Im ganzen ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der Einflüsse von Nazideutschland auf die nachfolgenden Generationen und zum Verständnis der eigenen Geschichte. Hautnah 5 von 5 PunktenGeht absolut unter die Haut! Sehr zu empfehlen, um zu verstehen, was mit unserer Elterngeneration passiert ist, die den Krieg nur noch in seinen Auswirkungen danach mitbekommen haben, aber bis heute darunter leiden. Mit allen Problemen im zwischenmenschlichen der Generationen. |
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Atlas der Globalisierung: Sehen und verstehen, was die Welt bewegtBroschiert von TazPreis bei Amazon: EUR 13,00, Angebote ab EUR 7,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3937683240, Erscheinungsdatum: Oktober 2009, Auflage: unveränderter Nachdruck der 1. Auflage. |
4 Kundenrezensionen:Intressante Denkanstöße und gute Karten 4 von 5 PunktenZu der politischen Ausrichtung des Atlanten kann ich nur sagen, dass man sich immer, egal bei welchem politischen Medium, vorher über den Herausgeber und dessen politische Hintergründe informieren soll. In diesem Fall einmal kurz "Le Monde diplomatique" bei Wikipedia eintippen und man bekommt eine Vorstellung in welche politische Richtung der Atlas verfolgt. Zum Atlas selber kann man nur die wirklich hervorragenden Karten loben. Die Texte wirken für mich ehr wie bewertene Kommentare zu der Lage der Welt, denen ich öfters nicht zugestimmt habe. Wie schon in anderen Rezensionen beschrieben, sind die Texte ehr Kritisch zur Globalisierung gestellt, was sich durch den ganzen Atlas zieht. Ich habe aber im Vorfeld auch nichts anderes erwartet und mich drauf eingestellt. Die Texte sind generell bei jedem Thema eine Doppelseite lang. Hier hätte ich mir doch gewünscht, dass einige Themen detailierter und länger betrachtet werden. Mein Fazit ist, dass der Atlas durchaus als Denkanstoß für einige Themen geeignet ist. Dabei ist es jedoch wichtig sich mit den Themen auch weiter zu beschäftigen und auch andere Seiten und Argumente zu beleuchten. Daneben muss man sich natürlich auch im Vorfeld über die politische Ausrichtung des Herausgebers (Le Monde) informieren, damit man sich der politischen Position bewusst wird. Detailreich in den Darstellungen, Inhaltlich tendenziös 3 von 5 PunktenDer Altlas der Globalisierung in der Neuauflage von 2009 bietet umfangreiches Kartenwerk zum Thema auf mehr als 200 Seiten. Dabei sind die einzelnen Themenbereiche sehr schön anschaulich und detailreich dargestellt. Die diversen Teilthemen bieten hier eine ausführliche Informationsquelle, in der es Spass macht auch einmal nur zu stöbern. Leider sind einige Darstellungen inhaltlich nicht neutral sondern gehen in Richtung einseitiger Globalisierungskritik, die ja in Teilen berechtigt sein mag, in dieser Form in einem Atlas meiner Meinung nach jedoch fehl am Platze ist. Positiv überwiegt insgesamt jedoch der Detailreichtum des Kartenmaterials, der einen ausführlichen Einblick in die Zusammenhänge der Globalisierung gibt. ...was die Welt im Innersten zusammenhält... 5 von 5 Punktenist nun zum dritten Mal aktualisiert und erweitert erschienen und auch diesmal ein absolutes Muß für Menschen, die sich in den immer komplexeren Themenbereichen der Weltpolitik und Zeitgeschichte zurechtfinden wollen. Die Behandlung eines Themas auf je einer Doppelseite gewährt einen guten Einstieg und vermittelt die Sicherheit, zunächst abstrakte Themen wie NATO oder die Interessenpolitik der "Weltmächte im Wartestand" grundlegend und schnell begreifen zu können. Quellenangaben und Links helfen ganz Wissensdurstigen z.B bei Referaten weiter. Durch die graphische Aufbreitung werden Zahlenfriedhöfe und Statistiken internationaler Organisationen für eine breiten Leserkreis erstmals interessant und gut nachvollziehbar dargestellt. Selten hat mich ein reines Sachbuch so begeistert. Sehr zu empfehlen!!! 5 von 5 PunktenMir als Endverbraucher wird hier eine große Fülle an Daten, welche grafisch ansprechend verarbeitet wurden, verständlich zur Verfügung gestellt. Eine Investition die sich gelohnt hat! |
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Das Kapital: Ungekürzte Ausgabe nach der zweiten Auflage von 1872. Mit einem Geleitwort von Karl Korsch aus dem Jahre 1932 von Karl MarxGebundene Ausgabe von AnacondaPreis bei Amazon: EUR 9,95 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3866473257, Erscheinungsdatum: Februar 2009 |
Aus der Amazon.de-RedaktionKapital von bleibendem Wert Zum Ende eines jeden Jahres wird aufgeräumt. Auch vor dem Bücherschrank mache ich da nicht Halt. Zu jedem Jahreswechsel muß notwendig der ein oder andere Band seinen sonnenbeschienenen Platz im Regal gegen die Dunkelheit und Enge in einer der -- immerhin wohlsortierten -- Kisten auf dem Speicher eintauschen. Drei blaue Folianten mit dem Titel Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie, erworben 1980 von mir damals gerade mal 19-Jährigen (für, wenn ich mich recht entsinne, sage und schreibe zehn Ostmark -- kann das sein?-, zwangsumgetauscht gegen "unsere echte D-Mark"), haben bislang bei jeder Aufräumaktion ihren Platz verteidigen können. Und dies wird auch zum Ende dieses Jahres nicht anders sein, wenn mit dem Dezember das Jahrhundert und mit diesem -- wenn man es so rechnen will -- das Jahrtausend zu Ende geht. Was (außer den zahllosen Zitaten) wird bleiben von Karl Marx nach dem Ende von so gut wie allen kommunistischen, ja auch nur sozialistischen Staatswirtschaften dieser Welt? Wird sich die Erinnerung an sein Werk mit dem Nachgeschmack des untergegangenen Totalitarismus im Osten Europas allmählich ganz im Nichts verlieren? Ich denke: Nein! Im Gegenteil wird irgendwann der Blick wieder frei werden für dieses Stück deutscher und europäischer Geistesgeschichte. Frei vor allem von der gegenwärtig noch reflexhaften Konnotation mit den ehemals real existierenden staatskapitalistischen Diktaturen, deren Führer ihren und ihrer Staatsdoktrinen Namen mit dem von Marx verbanden, ohne dass der sich noch hätte wehren können. Das Kapital, zuerst erschienen zwischen 1867 und 1894, ist ohne Zweifel ein bedeutendes Zeugnis der Geschichte der Politischen Ökonomie als Wissenschaft. Und als solches wird es bleiben. Und bleiben wird es auch in meinem Bücherschrank. Auch im neuen Jahrhundert. Beladen freilich mit Erinnerungen, die nichts mit dem Werk und ebenso wenig mit seinem Autor zu tun haben: Mit dem geteilten Berlin des Jahres 1980, dem ersten Jahr des letzten Jahrzehnts der DDR. Hat das irgend etwas zu bedeuten? Nein! Denn: "Abstrakt strenge Grenzlinien scheiden ebensowenig die Epochen der Gesellschafts- wie der Erdgeschichte". (Karl Marx, Das Kapital, Berlin (Ost): Dietz Verlag 1980, Band 1, S. 391). --Andreas Vierecke 4 Kundenrezensionen:Totgeschwiegen 5 von 5 PunktenEin Muss für jeden der den Kapitalismus verstehen will, der verstehen will in welcher Welt wir auch heute noch Leben auch wenn Sozialsysteme die wahre Natur dieses System zu überdecken versuchen. PS: Man muss wahrlich kein Kommunist (insbesondere im real-historischen Sinne) sein um dieses Buch mit Interesse lesen zu können. Das Kapital, Karl Marx 5 von 5 PunktenDie ungekürzte Ausgabe des Kapital aus der 2. Auflage von 1872 gibt einen realistischen Einblick in die Gedanken von Karl Marx vor der Beugung und veränderten Auslegung durch die DDR Gesellschaftswissenschaft. Die Darstellung ist eine wissenschaftliche und philosophische Basis aus der Zeit der Gedankenwelt von Karl Marx und des entstehenden Kapitalismus. Das Werk lässt Rückschlüsse auf die gesellschaftliche Entwicklung zu und gestattet Einblicke in die Gedankenwelt des 19. Jahrhundert, top! 5 von 5 Punktenich denke mal das ich nicht sagen muss das das buch genial ist und das es nach meiner auffasung pflichtlektüre in schulen sein sollte. Empfehlenswert 5 von 5 PunktenIn der Theorie hat Marx Recht. Lesenswert. Ware in 1 A Zustand schnelle Lieferung. |
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Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia von John Perkins, Hans Freundl, Heike SchlattererTaschenbuch von Goldmann VerlagPreis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,89 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3442154243, Erscheinungsdatum: März 2007 |
4 Kundenrezensionen:Kurruption 4 von 5 PunktenEin interessantes Buch. Nur warum hat der Autor Jahrzehnte gebraucht um an die Öffentlichkeit zu gehen? Um zu verstehen was in dieser Welt wirklich passiert... 5 von 5 PunktenDises Buch ist grundsätzlich für jede Person geeignet. Man muss kein Freund von Wirtschaftsstatistiken sein. Es gibt laut Autor die Realität wieder - und diese ist wirklich grausam. Nach ca. 2 Seiten des Vorwortes ist man als Leser derart gegesselt, dass man nicht mehr aufhören kann. Über die Schattenseiten des existierenden legalen globalen Wirtschaftssystems sollte jeder Mensch bescheid wissen. Ich kann dieses Buch nur für jeden wärmstens empfehlen! Unbedingt lesenswert 5 von 5 PunktenPerkins beschreibt eindrucksvoll wie die Unterwerfung und Ausbeutung von Ländern durch die USA heute immer weniger durch den Einsatz von Waffen, als vielmehr durch den Einsatz von Geld erreicht wird. Auch wenn man Perkins nicht alles glauben mag was er erlebt haben möchte, so ist der Rest noch bedrückend und schlimm genug. Ein Muss für Menschen, die sich für informiert und aufgeklärt halten wollen 5 von 5 PunktenDieses Buch sollte in jeder Schule der angeblich "westlich zivilisierten Welt" gelesen werden. Es stellt sich nämlich eine Frage, welche auch der Autor aufwirft: Wie kann man von einer Demokratie sprechen, wenn das wählende Volk keine Ahnung von der tatsächlich stattfindenden internationalen Politik und Wirtschaft hat und wenn den Menschen die maßgeblichen Funktionen und Handlungen unserer Vertreter und der eigentlichen Machthabenden überhaupt nicht kennen? Ich habe auch das Nachfolgebuch mit dem (leider reißerischen deutschen) Titel "Weltmacht ohne Skrupel" sehr "genossen". |
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Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook - eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug von Ben MezrichTaschenbuch von Redline VerlagPreis bei Amazon: EUR 17,90, Angebote ab EUR 11,50 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3868812172, Erscheinungsdatum: April 2010 |
3 Kundenrezensionen:Guter und v.a neutraler Einblick in die Entstehungsgeschichte von Facebook 4 von 5 PunktenMich hat der angekündigte Film, der Anfang Oktober in die Kinos kommen soll dazu bewegt, das erst kürzlich erschienene Buch(2009 in der Originalfassung) von Ben Mezrich zu lesen. Eine überaus interessante und faszinierende Geschichte, bei der es Mezrich schafft die nötige Distanz zum Geschehenen herzustellen und ein ausreichendes Maß an Neutralität zu wahren. Dies ist angesichts der verfeindeten Parteien und unterschiedlichen Meinungen mit Sicherheit nicht einfach. Leider kann aber auch dieses Buch keinen wirklichen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt von Mark Zuckerberg bieten, da dieser nicht bei den Recherchen mitgewirkt hat. Es wird daher hauptsächlich aus der Sicht des Mitgründers Eduardo Saverin erzählt, was allerdings einem tieferen Verständnis der Entstehungsgeschichte von Facebook nur bedingt schadet. An gewissen Stellen muss es der Autor allerdings bei Interpretationen über die Gefühlszustände und Intentionen der Akteure belassen. Weniger gut hat mir der oft gleiche Aufbau der Kapitel gefallen. Ich beziehe mich hier vor allem auf die Kapitelanfänge; hier hätte mehr Abwechslung in der Erzählweise dem Buch durchaus gut getan. So fehlt mir persönlich etwas die Dynamik. Wem dies nicht so wichtig ist und wer sich für die Entstehungsgeschichte von Facebook interessiert, dem kann ich dieses Werk nur ans Herz legen. Die richtige Idee zu passenden Zeit 5 von 5 PunktenManchmal liegt alles offen vor einem, man muss es nur sehen und zusammenfügen können. Facebook-Kopf Mark Zuckerberg nutzte eine solche Gelegenheit. Als Außenseiter mit eher schlechten Karten beim anderen Geschlecht kam er eines Tages auf die Idee, eine Internetseite zu kreieren, die es Harvard-Studenten ermöglichte über die Attraktivität von Kommilitoninnen zu entscheiden. Da er sich dazu in verschiedene Netze von Harvard einhacken musste und erwischt wurde, entging er nur haarscharf seiner Exmatrikulation. Doch er hatte sich mit dieser Aktion in Harvard einen Namen gemacht. Wenig später brachte ihn ein Gespräch mit anderen Studenten auf die Idee, einen völlig neuen Typ von damals schon in Mode gekommenen "sozialen Netzwerken" zu programmieren. Diese neue Seite gestattete es den Nutzern selbst Inhalte einzustellen. Die Interaktivität der neuen Internetseite sicherte ihr einen rasend schnellen Zulauf in Harvard. Zuckerberg begriff das Potential von Facebook sofort und öffnete es für andere Hochschulen. Doch dazu brauchte er Geld. Das stellte ihm sein Mitstudent Eduardo Saverin zur Verfügung. So entstand aus einer einfachen Idee und den Fähigkeiten von Zuckerberg ein Weltunternehmen, das inzwischen wohl einen zweistelligen Milliardenbetrag wert sein dürfte. Diese Geschichte wird im Buch von Ben Mezrich spannend erzählt. Leider ist nicht ganz klar, ob die Erzählperspektive wirklich völlig stimmt, denn berichtet wird mehr oder weniger aus der Sicht des später aus dem Unternehmen gedrängten Saverin. Zuckerberg wollte nicht mit dem Autor dieses Werkes sprechen, Saverin tat es. Ganz offensichtlich fehlt es Mezrich an einigen Stellen an Verständnis für Zuckerbergs Handeln, denn der wird immer wieder als Sonderling mit einem etwas merkwürdigen Charakter dargestellt. Doch Zuckerberg hatte (und auch das kann man aus diesem Buch herauslesen) ein untrügliches Gespür, was er wie und wann tun musste, um seine Idee nicht zu gefährden. Einige dieser Entscheidungen waren nicht von der Sorte, über die man gerne positiv berichtet. Doch sie gehören eben auch zu einer wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte. Obwohl wir leider recht wenig über Mark Zuckerberg erfahren, bietet dieses Buch einen hervorragenden Einblick in die Entstehungsgeschichte von Facebook. Auf einer etwas abstrakteren Ebene zeigt sie, wie aus einer in die Zeit passenden Idee eine Goldgrube werden kann, wenn man sie konsequent und kompromisslos umsetzt. Fazit. Ein sehr gut geschriebenes, spannendes Buch über die Gründung eines Weltunternehmens und über das Umfeld, in dem die Idee dazu entstand. Der Fall facebook: Vom Aufstieg und Fall Eduardos und Marks 5 von 5 PunktenDer Autor rekonstruiert - wie er selbst sagt - aus einer unglaublichen Anzahl unterschiedlichster Quellen (Interviews, Dokumente u. a. Recherchen) die ungewöhnliche Geschichte zweier Außenseiter. Gelenkt durch eine außergewöhnliche Kombination aus Zufall, Glück und Können werden sie plötzlich berühmt und reich - mit allen positiven wie negativen Konsequenzen! Der Reiz dieses Buches liegt auch und vor allem in der Art der Darstellung der Ereignisse rund um die Gründung des Internet-Sozialnetzwerks facebook. In einer Art szenischen Erzählung werden diese nicht von einem objektiven Standpunkt aus schlicht und sachlich berichtet. Vielmehr ziehen die Episoden der einzelnen Kapitel direkt in eine Handlung, die sich vor dem Leser wie ein packender Roman ausbreitet. Durchsetzt von Dialogen und Analysen der Erzählfigur Eduardo entsteht ein lebendiger Stil, der eine fesselnde Dramaturgie mit vielen Spannungsbögen entstehen lässt. Bunte Sätze zusammen mit einem feinen Gespür für den richtigen Ton und einer faszinierenden Story lassen einen Plot entstehen, der sich liest wie ein toller Film. Wer Freude an einer Geschichte über "Geld, Sex, Freundschaft und Betrug" (so ja der Untertitel dieses Buchs) hat und eine bildreiche Sprache liebt, der wird von Ben Mezrich in jeder Hinsicht niveauvoll unterhalten. Nach und nach entwickelt sich die Story zu einer brennend heiß zusammengesetzten Ereignisfolge, die hinter die alten Gemäuer der alten Harvard-Elite-Uni und direkt auf die geheimnisvollen Gepflogenheiten und Bräuche einer Parallelgesellschaft schaut, die Erfolg vor Moral setzt - in einem jahrhundertealten Netzwerk, dessen Mitglieder nach einem ausgeklügelten System ausgewählt werden und manchmal den Lauf der Welt ein nicht unerhebliches Stückchen mitbestimmen; jene Elite-Schmiede an der Ostküste der USA ist der Ausgangspunkt einer Erfolgsgeschichte der zwei Hauptfiguren Eduardo und Mark, die sich vom unscheinbaren Wirtschafts-, Computer-, Hacker- und Mathematik-Nerd in erfolgreiche Alphatierchen verwandeln. Geld, Erfolg und Frauen sind nur eine Folge des kometenhaften Aufstiegs der beiden. Schließlich stoßen sie an die Grenzen ihrer erfolgsorientierten Zweck-Freundschaft und steuern dabei (auch dies sehr reizvoll geschildert!) gefährlich ins menschliche Abseits. Das ist tatsächlich eine hochinformative, eine beeindruckend geschriebene und für das Leben lehrreiche Geschichte über Erfolg und die Erfüllung großer Träume; aber auch über den Verlust von Freundschaften und über tiefe Enttäuschungen. Was Erfolg ausmacht und ob Geld glücklich macht? Zwei viel gestellte Fragen, die hier auf eine ganz eigene, überaus anregende Weise beantwortet werden! |
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McSex: Die Pornofizierung unserer Gesellschaft von Myrthe HilkensBroschiert von Orlanda VerlagPreis bei Amazon: EUR 18,00 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3936937729, Erscheinungsdatum: März 2010, Auflage: 1 |
4 Kundenrezensionen:McSex - War die Befreiung der Frau wirklich eine Befreiung? 5 von 5 PunktenSex sells, sowohl in Musikvideos von diversen Künstlern, angefangen bei Lady Gaga, bishin zu Bushido, doch hat die Frauenbewegung uns wirklich befreit? Das ist die Frage, die mich schon länger beschäftigt hat, gerade wenn ich die Mädels sehe, wie sie sich halbnackt rekeln auch nur um für Staubsauger zu werben. Myrthe Hilkens beschreibt dieses Phänomen genau und belegt mit interessanten Studien. Noch habe ich das Buch nicht durch, da man sich mehrere Kapitel nicht nur 1x vornehmen muss, um sich die Essence der Intention einzuverleiben. 5 Sterne, dafür, dass kein Blatt vor dem Mund genommen wird aber nicht im Stil von Feuchtgebiete. Wer sich dieses Buch kauft, erwartet keinen Schmökerroman, sondern gesellschaftliche Kritik! Aufklärung für Eltern pubertierender Kids 5 von 5 PunktenIm Fernsehen ist dieses Buch vorgestellt worden. Ich habe es mir gleich bestellt, weil es mir aus der Seele sprach, was ich dort hörte. Als Mutter einer 15jährigen Tochter, die gerne mal leicht bekleidet zur Schule geht, weil ihr so warm ist.(Schon als Kleinkind immer Hitze gehabt)! Ich ihre Bekleidung aber eher als aufreizend empfinde und meine Bemerkung dazu mit : "Ach Mama, was du immer hast,es laufen alle so rum!" abgetan wird. Denke ich, ich bin im falschen Film, ich bin prüde, eine alte eingestaubte Mutter. Dabei bin ich das garnicht! Myrthe Hilkens bestätigt mich dann beim lesen wieder, danke Myrthe! Dieses Buch ist für alle Eltern empfehlenswert, die sich für die "Privatsphäre" ihrer Kinder interessieren und zwischendurch die Möglichkeit haben dort einzubrechen. Meine Kinder lassen mich daran teil haben, in Maßen, sodaß ich Ihnen auch aus diesem Buch erzählen und nach ihrer Meinung fragen darf. Mich erschreckt das Gelesene zum Teil sehr und ich frage mich, wie endet das? Sind Frauen irgendwann für alle Männer nur noch "bitches"? Wieviele Mädchen finden es "normal" ihrem Klassenkameraden auf dem Klo in der Pause einen zu blasen um ihr Taschengeld aufzubessern? Wieviele Mädchen lassen sich vergewaltigen, weil Ihnen suggestiert wird, das sämtliche Stellungen und Öffnungen zu benutzen "normal" ist? Gegen Pornografie und Schönheitskult. Für Wertschätzung und Liebe. 1 von 5 PunktenIn der letzten Zeit hört man wieder mehr von der feministischen Front. Die im letzten Halbjahr erschienenen und für des nächste Halbjahr geplanten feministischen Veröffentlichungen ergeben eine lange Liste. Da passt ein Buch über die sogenannte Pornofizierung unserer Gesellschaft recht gut dazu. Geschrieben von der gemäßigten niederländischen Feministin Myrthe Hilkens, mitgeprägt von der deutschen Feministin Anita Heiliger, erschienen im feministischen Orlanda-Verlag. Die 31 jährige Myrthe Hilkens ist Musikjournalistin von Beruf, und somit nicht wirklich eine Berufene für das kontroverse und emotional aufgeladene Thema. Sie ist keine Psychologin oder Soziologin, und auch keine Sexualwissenschaftlerin. Sie ist auch keine Insiderin, die in der Pornobranche arbeitet. Aber sie findet die Liedtexte und Videoclips von Snoop Dogg und anderen Rappern abscheulich. Und schreibt sich mit diesem polemischen, essay-artigen Buch ihren aufgestauten Ärger von der Seele. Sie findet es schrecklich, (hier einige Zitate aus dem Buch) -- dass in der afroamerikanischen Subkultur der Gangsta-Rapper die Pimps die Chefs sind und die Bitches die Lustobjekte, -- dass sich Christina Aguilera in ihrem Song Dirty in einem zu kleinen Slip zeigt, und schamlos mit ihren Pobacken auf und ab wackelt, -- dass der Umsatz der Pornoindustrie 97 Milliarden Dollar jährlich ausmacht, -- dass der moderne Schönheitskult viele Mädchen und Frauen dazu zwingt, ihren echten Körper an unechte Bilder anzupassen, -- dass Sexspielzeug schon in den Drogerieregalen zu finden ist, -- dass die Pornos im Internet immer aggressiver werden, -- dass menschenfeindliche, respekt- und lieblose Sexdarstellungen im Internet schon von Jugendlichen konsumiert werden, -- dass die Ausbreitung von Pornografie im Internet zu einer Zunahme von sexuellen Übergriffen von Männern auf Frauen führt, -- dass eine pornografische Jugendkultur entsteht, in der unfreiwilliger Sex und Vergewaltigung immer normaler werden, -- dass die heute herrschende sexuelle Moral zu einer Verrohung der sexuellen Umgangsformen führt, -- dass durch die Macht des Internets alle moralischen Werte vergessen werden. Was tun dagegen? Die Vorschläge der Autorin lauten: >> Frauen in einer Partnerschaft sollten klipp und klar ihre Meinung sagen, wenn der Pornokonsum ihres Mannes sie stört, oder die Beziehung dadurch vergiftet wird. >> Digital manipulierte Bilder sollten eine entsprechende Bildunterschrift tragen, - damit jeder Fiktion und Realität unterscheiden kann. >> Sex sollte wieder öfters mit Intimität gekoppelt werden, - seien wir ehrlich, - dann ist Sex am schönsten. >> Die Antwort auf schlechte Pornos sind gute Pornos. Daher sollte es mehr frauenfreundliche, feministische Pornos geben. Und mehr frauenfreundliche, wirklich erotische Websites, wo die wahren Gefühle von echten Menschen Raum bekommen. >> Die Regierung sollte ein neues Unterrichtsfach Medienkompetenz einführen. Um an den Schulen eine offene Debatte über Sexualität zu führen, - und aufzuzeigen, wie manipulativ die Medien sind. Wenn wir akzeptieren, dass wir in einer sexualisierten Gesellschaft leben, dann müssen wir das im Unterricht auch thematisieren. Darauf haben die Kinder ein Recht. >>Überhaupt sollten der Staat und das Bildungswesen eine neue Sexualmoral erarbeiten. Soweit die gut gemeinten, doch etwas naiven und einseitigen Überlegungen und Forderungen der Autorin. Sie würfelt in dem Buch so manches durcheinander: von obszönen Musikvideos - über Sexismus, Pornosucht und Jugendschutz - bis zu kriminellen Handlungen, wie Kindesmissbrauch und Menschenhandel. Die meisten ernst zu nehmenden Studien über das Konsumverhalten und die Wirkungen von Pornografie sprechen eine ganz andere Sprache, als dieses Buch. Die Autorin macht sich nicht einmal die Mühe, zwischen Soft-, Hardcore- und Gewaltpornografie zu unterscheiden. Und erwähnt auch nicht, dass bei gewaltbereiten Risikogruppen differente Wirkungen nachgewiesen wurden. Wer etwas sachliches lesen möchte, zum Themenkomplex Jugend - Internet - Pornografie - Gewalt: Johannes Gernert: Generation Porno. Sehr empfehlenswert. Zur Frage des Zusammenhangs zwischen Internet-Pornografie und Vergewaltigung zitiere ich als einziges Beispiel Todd Kendall: "The results suggest that potential rapists perceive pornography as a substitute for rape. With the mass market introduction of the world wide web in the late-1990's, both pecuniary and non-pecuniary prices for pornography fell. The associated decline in rape illustrated in the analysis here is consistent with a theory, such as that in Posner (1994), in which pornography is a complement for masturbation or consensual sex, which are themselves substitutes for rape, making pornography a net substitute for rape." Seit über zweitausend Jahren, so scheint es, können viele Männer nicht aufhören, sich pornografische Darstellungen anzusehen, - und viele Frauen können nicht aufhören, daran Anstoß zu nehmen. Ein Buch wie dieses ist (auch) Gewalt 2 von 5 PunktenZu gute halten ist dem Band wohl oder übel, dass hierin nicht wirklich aktiv-aggressiv gegen den Ausdruck anderer vorgegangen wird, sondern eher passiv bis subtil(er). Die latente Xenopobie gegenüber dem anderen sexuellen Wesen und sein auf der Welt ist aber auch so beim Überflug das zentralste Merkmal von "McSex". Sich oberflächlich moderat gebend fällt dieses Buch bei aller vorgegebenen Mäßigung in der Frage von "Pornografie" doch in dieselben bekannten Schienen darüber wie über das Leben, den Geschmack und das Empfinden anderer Menschen bestimmt werden soll, was konsensual zu wollen wäre und was nicht - vorgetragen über einen "kritischen" Ökonomismus welcher in Zusammenhang mit aus bürgerlichen Antrieben heraus schon immer scheinbar vorhandenen kulturellen Sauberkeitsvorstellungen gerade in Deutschland wohl begeistert aufgenommen (werden) wird. Die Gewalt von Normen, welche schon über den Titel laufen: die (unerwünschte) "Pornografie" sei wie McDonalds, unerwünschtes Essen Konsum der "kritisiert" wird. Im Sinne dessen wie gelebt und geliebt werden SOLL? Ja wie denn? Ich weiß es nicht. Sehe gerade als Mensch mit Behinderung dabei immer nur eines: wie der Ausdruck anderer Menschen unterdrückt wird, verabscheuungswürdig und verachtenswert. Die Ikonografie am Cover und in Interviews mit der Autorin entspricht darüber hinaus aus meiner Sicht voll und ganz einer gelebten Telenovela. Dem Wesen der "Gesundheit". Und Normalität Ich persönlich kann Humiliation genauso wenig leiden wie BBW. Ich glaube aber auch an eine Vielgeschlechtlichkeit: die Normen sind dazu jedoch auch hier eindeutig vorgegeben. Was der Autorin nicht gefällt hat nicht zu gefallen. Niemanden, da muss/braucht alsbald was "nichts" für irgendjemanden was sein, was zu bedeuten haben - wird in geradezu unfassbar-ungeheuerlicher Manier als "krank" oder "gefährlich", wenn schon nicht gesellschaftsschädigend imaginiert beziehungsweise konstruiert. Verschiedenes. Was andere Menschen denken, denen halt gefällt. In Einvernehmen und ohne direkte Konsequenzen. Vieles mit "Gewalt" - so verspielt und Regeln unterworfen auch immer da was sein mag. Nur weil die Autorin da was - wie Regeln - nicht erkennen kann? Was soll das? Was ist mit pornografischen Darstellungen abseits der schon notwendig gedachten Normen von Männern und Frauen in der Darstellung? Was da gedacht wird: gar nicht auszumalen, wenn etwa gar keine Frauen im Bild zu sehen sind, oder das Interesse weniger ihnen als gesellschaftlich imaginierter Gruppe gilt, sondern mehr bestimmten körperlichen Eigenschaften wie etwa Leibesfülle (BBW) oder Kleinwuchs. Der oder die andere zählt da nicht, das Fremde wird bekämpft Grauenhaft Und dann sei alles noch "Jugendschutz" |
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Lob der Schule: Sieben Perspektiven für Schüler, Lehrer und Eltern von Joachim BauerTaschenbuch von Heyne VerlagPreis bei Amazon: EUR 6,95, Angebote ab EUR 4,90 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3453600835, Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
4 Kundenrezensionen:Selten etwas erfrischenderes zu diesem Thema 5 von 5 PunktenTatsächlich ein Buch, das man allen Eltern, Lehrern und Schülern (und Kultuspolitikern) empfehlen kann. Es führt aus dem allseitigen Klagen heraus und zeigt tatsächlich Perspektiven, die vielleicht nicht alle hundertprozentig umsetzbar sind, die aber das oft festgefahrene Denken öffnen und zeigen, dass sobald alle Beteiligten bereit sind eigene Denkgewohnheiten zur Disposition zu stellen unser derzeit diskreditiertes Schulsystem gute Chancen hat. Die unterirdische Polemik ehemaliger Spitzenpolitiker gegenüber Lehrenden verbietet sich nach der Lektüre genauso wie die Haltung mancher Lehrenden "der falsche Schüler für meinen Unterricht". Große Bestandsaufnahme der Missstände - wenig Neurobiologie 2 von 5 PunktenWie konnte ich mich auch so einfach ködern lassen: Nachdem ich das Buch "Lob der Disziplin" von Bernhard Bueb gelesen hatte, war ich natürlich sehr neugierig, was in "Lob der Schule" von Joachim Bauer folgen würde? Leider nicht viel - Ratgeber für Lehrer und Eltern gibt es weit differenziertere, die zudem darauf abzielen, die Handlungsfähigkeit des Lesers zu fördern. Bei Joachim Bauer werden die Probleme immer wieder von "Experten" (Sozialpädagogen, Therapeuten, Schauspiellehrer usw.) übernommen. Mit Milliardensummen und vielen politischen Entscheidungen soll der Zustand verbessert werden. Die hartnäckige Aufzählung von Missständen in Schule und Erziehung kann vielleicht so manchen Betroffenen trösten, hilft aber nicht über den nächsten Tag. Die meisten Lösungsansätze liegen nicht im Bereich der Möglichkeiten einzelner Lehrer, Eltern oder Schülern, was diese natürlich angenehm entlastet. Der wissenschaftliche neurobiologische Bereich ist sehr dünn und leider auch noch lückenhaft. Hier werden eigentlich nur gezielt gewählte Grundweisheiten, z.B. dass Kinder sich alles abschauen, bestätigt. Natürlich spricht es viele von uns mehr an, wenn von der Entdeckung neuer Botenstoffe im Körper die Rede ist - das hat seinen eigenen Reiz. Hin und wieder greift Joachim Bauer das Buch "Lob der Disziplin" von Bernhard Bueb an - wenig begründet - aber durchaus gut gemacht als dramatischer Höhepunkt vor allem am Ende des Buches. Auch lockern kleine Anekdoten, wie z.B. Joachim Bauers Wurf eines Aschenbechers nach einem Raubvogel, den sonst konsequent nüchtern gehaltenen Schreibstil auf. Die Wirkung des Buchs war auf mich wenig wohltuend, obwohl Joachim Bauer betont, dass gerade Lehrer Freude am Leben ausstrahlen sollten. Der Titel hält nicht sein Versprechen! Denn die Schule wird, wenn ich mich richtig erinnere, kein einziges mal gelobt. Bücher, die mir um vieles mehr gegeben haben: "Ohne Chaos geht es nicht" von Jan-Uwe Rogge, besonders empfehlenswert das Audiobook (sehr amüsant vom Autor gelesen - Vorsicht frech), "Von der Pflicht zu führen" von Bernhard Bueb, der ebenso mutige wie unverdrängbare Gegenpol zur gerade dominierenden Laissé-Fair-Mentalität. Zu viele Worte, zu wenig Neues 2 von 5 PunktenDie vielen positiven Rezensionen hier haben mich verleitet, das Buch zu kaufen. Ich bin enttäuscht. Es ist ein langer und langweiliger Essay, der den Ruch angestaubter pädagogischer Einlassungen hat. Bauer bietet viele Binsenweisheiten an vom Kaliber "Disziplin allein führt die Schule nicht aus der Krise", obwohl er mehrfach betont, sein Werk sei nicht als Entgegnung auf "Lob der Disziplin" zu verstehen. Gegen Ende des Buches kommt der Autor dann auf sein eigentliches Thema zu sprechen, nämlich die Wirkung der Spiegelneurone, zu dem er weitere Bücher veröffentlicht hat. Hier bringt er sie dann eben in Zusammenhang mit der Erziehung, was gut und hilfreich ist, aber nicht rechtfertigt, sich davor rund 130 Seiten Gemeinplätze durchzulesen. Ein Artikel hätte für alle neuen Aspekte ausgereicht. Für mich ist die überschwengliche Kritik hier nur dadurch zu erklären, das Bauer reichlich Balsam für die Schulpädagogenseele bereithält und die Lehrerschaft etwas aus der Schußlinie allgegenwärtiger Anschuldigungen nimmt. Wer auf der Suche nach neuen Einsichten und knackig vorgetragenen Argumenten ist, findet sich bei Bauer an der falschen Adresse. Gehört dringend in aller Lehrer Hände!!! 4 von 5 PunktenIch habe das Buch von Joachim Bauer mit Freude gelesen, da mir - ich bin selbst Lehrer und unterrichte an einer E-Schule sowie freiberuflich Tanz - in vielen Bereichen aus dem Herzen spricht. Es muß dringend ein Umdenken hinsichtlich unserem Schulsystem stattfinden und das betrifft nicht nur die Schüler sondern vor allem die Lehrer und Eltern. Ein Buch für Laien verständlich, klar und vor allem spannend geschrieben.Ich kann es nur jedem Lehrer, aber auch Eltern empfehlen. Bianca Kummer |
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