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Anne Frank Tagebuch von Anne Frank

Taschenbuch von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3596152771, Erscheinungsdatum: Juli 2006, Auflage: 15
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Aus der Amazon.de-Redaktion


Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. --Wendy Smith
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4 Kundenrezensionen:

Eins der schlechtesten Bücher überhaupt!
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich musste dieses Buch in der Schule lesen. Es war grauenvoll! Den Inhalt kann man so zusammenfassen: Ich will mal wieder raus; unten waren Schritte zu hören; wir mussten leise sein; meine Eltern haben gestritten. Wer dieses Buch als Pflichtlektüre in der Schule fordert, scheint ein Kinderhasser zu sein. Wenn man ein gutes Buch lesen will, dann z. B. "Das Parfum". Oder noch besser ein Tafelwerk der Naturwissenschaften. Da steht Wissen drin und kein Müll.
Lieferung
5 Punkte 5 von 5 Punkten
So schnell ohne Overnight-Lieferung habe ich noch nie erlebt. Gekauft und anderen Tag wurde es schon geliefert.
Das Tagebuch der Anne Frank
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Wir haben im Deutschunterricht das Tagebuch der Anne Frank gelesen und ich war sehr überrascht davon. Ich hatte es mir vollkommen anders vorgestellt, dennnoch habe ich es gut gefunden. Es geht um ein 13- jähriges Mädchen, das zum Geburtstag ein Tagebuch geschenkt bekommt, das sie auf den Namen " Kitty " tauft. Sie fängt sofort an, all ihre Geheimnisse und persönlichsten Dinge hineinzuschreiben. Über Liebe, Familie und natürlich über sich selbst. Dann, nach wenigen Tagen war es dann soweit: Sie mussten in das schon vorbereitete Versteck fliehen. Es waren sehr strenge Regeln, die man dort zu befolgen hatte, denn tagsüber waren Arbeiter unten in der Fabrik. Sie durften keinen einzigen Laut zu Ohren bekommen, denn sonst wären sie wahrscheinlich aufgeflogen und ins Konzentrationslager gebracht worden. Außerdem war im Versteck auch noch ein Junge namens Peter. Am Anfang verstehen sich Anne und Peter nicht so besonders, doch mit der Zeit wird es immer besser. . . .

Meine persönliche Meinung zu dem Buch ist, dass es sehr bewegend und ergreifend ist, zugleich lernt man aber auch sehr viel daraus. Ich würde es weiterempfehlen, jedoch nicht für Kinder unter 13 Jahren.
Ein Stück Zeitgeschichte
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Anne Frank wird wohl immer und überall aktuell bleiben und bekannt für eine ganze Epoche der Geschichte bleiben. Wer den Namen Anne Frank hört, weiß, in welche Zeit man diesen Namen einordnet.

Durch Anne Frank`s Tagebuch bekommt man einen direkten Einblick in das Leben eines jungen Mädchens jener schrecklichen Zeit. Trotz ihres zarten Alters konnte sie in ihrem Tagebuch so viel mitteilen, dass man als Leser das Gefühl hat, man erlebe jene Zeit mit ihr mit. Nur, dass sie damals wohl kaum wußte, dass ihr Leben mal so enden würde und eines Tages alle Welt IHR Buch mal lesen wird.

Auch ich denke, das Tagebuch der Anne Frank sollte unbedingt auf den Lehrplänen stehen.
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Produkt-Bild: Die fremde Braut: Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland

Die fremde Braut: Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland von Necla Kelek

Taschenbuch von Goldmann Verlag
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 4,99

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3442153867, Erscheinungsdatum: Juli 2006, Auflage: 1
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4 Kundenrezensionen:

Der Glaube, der über dem Gesetz zu stehen scheint
5 Punkte 5 von 5 Punkten
[Einführung]:
Anfangs erwartete ich eigentlich ein Buch, das allgemein über Ungleichheit zwischen Mann und Frau in der türkischen Gesellschaft spricht, denn ich stehe diesem Thema sehr kritisch gegenüber, doch ich wurde positiv überrascht. Necla Kelek beleuchtet historische Aspekte und Geschehnisse, die zur heutigen Situation führten, z.B. die Geschichte des Kopftuch oder der Verschleierung, und gewährt einen Einblick in das türkische Leben, dass uns so fremd scheint. Die Autorin erzählt ihre persönliche Lebensgeschichte, berichtet über ihre Erfahrungen und sie spricht über ihre persönlichen Gespräche mit gläubigen Frauen in der Moschee. Im Vordergrund stehen, wie der Titel schon verrät, die Importbräute, die aus der Türkei nach Deutschland geschleust werden und ihren Geschichten.

[Bewertung]:
Was mir nach dem Lesen des Buches als erstes einfiel war, dass die Autorin sehr mutig ist und eine unglaubliche Stärke besitzt, sich gegen jegliche Verleumder ihrer Arbeit durchzusetzen. Zu Beginn des Lesens wurde ich von den historischen Fakten ein wenig gelangweilt, da mir nicht klar war, wie sie im Zusammenhang stehen. Später wurde mir aber bewusst, wie tief die heutige Situation der türkischen Frau in den Köpfen der Menschen verwurzelt ist. Necla Kelek betont in ihrem Buch, dass es ihr nicht darum geht, den Islam zu assimilieren. Sie ist der Meinung, sobald Menschenrechts- bzw. Grundgesetzverletzungen mit Religion begründet werden, ist das nicht mehr tolerierbar - genau dieser Meinung bin ich auch. Viele Menschen geben sich damit zufrieden, wenn türkische Frauen sagen, dass sie gerne ihr Kopftuch tragen, dass sie streng gläubig und stolz darauf sind. Nein, sie lügen nicht. Ich sehe das als einen Schutzreflex, eine Art Resignation ihrer eigenen Lage. Wenn eine Frau betet, wenn sie regelmäßig in die Moschee geht, wenn sie ihr Kopftuch trägt und streng gläubig ist, dann ist sie "mehr wert". Der Glaube stellt für die Frauen einen Fluchtort dar, durch den sie ihre aussichtslose Lage verbessern können, so gut es eben geht. Besonders interessant ist das System der Ehe in der türkischen Gesellschaft und die damit verbundenen "Importbräute". Die Ehe wird als eine Art Zweck, als ein Ziel dargestellt, das es gilt so schnell wie möglich zu erreichen, alles was danach kommt ist unwichtig. Insgesamt fehlt in dieser Art von Ehe eins: Liebe. Die türkischen Frauen geben ihre Träume auf für die Ehe, sie haben keine andere Wahl. Eine eigene Meinung kommt gar nicht in Frage, es ist eine Sache der Familie und eben die bestimmt alles. Die Kinder befinden sich in einem ständigen Daseinsschuldzustand ihren Eltern gegenüber, sodass ihr Leben den Eltern gehört. Wie kommen Menschen überhaupt auf solche Ideen frage ich mich? Necla Kelek begründet dies teilweise damit, dass im Islam der Koran wörtlich genommen wird, es gibt keinen Interpretationsfreiraum wie es bspw. bei der Bibel der Fall ist. Ich komme nun zu den "Importbräuten" und erläutere das Prinzip nur ganz kurz: Eine türkische Familie kommt nach Deutschland. Sobald sie ihren Sohn verheiraten wollen, fliegen sie zurück in die Türkei und verheiraten dort ihren Sohn mit irgendeinem Mädchen, dem Deutschland schmackhaft gemacht wird, sodass der Brautpreis kein Gold/Schmuck mehr ist, sondern Deutschland als Zukunftsaussicht. Sobald die Ehe vollzogen wurde, kann die Familie ihre Schwiegertochter nach Deutschland holen. Ihre Ausgangssituation ist relativ ungünstig: Sie kann kaum oder kein Deutsch, sie kennt niemanden und sie kennt ihre Rechte nicht. Die Frau lebt isoliert von der Außenwelt in der Wohnung und wird von ihren Schwiegereltern ständig überwacht. So bilden sich mitten in Deutschland türkische Städte und/oder Gemeinschaften, die von den Deutschen und deren Kultur nichts wissen wollen. Bei dieser Ausgangssituation ist es auch nicht verwerflich, dass türkische Frauen Deutschland und die Deutschen hassen. Vielleicht machen sie uns verantwortlich, dass wir nicht die ihnen versprochene Utopie darstellen und ihr Leben sich hier nicht zum Guten wendet, wie es ihnen versprochen wurde. Dies zieht folglich ein Integrationsproblem nach sich, dem sich viele Politiker nur zu oberflächlich widmen. Ich stimme mit der Autorin überein, dass viele Ausländer Deutschland und deren Rechtssystem schlichtweg ausnutzen und sich das nehmen, was sie brauchen. Warum tolerieren wir das? Sobald man in irgendeiner Weise eine nicht-deutsche Kultur kritisiert, wird einem direkt Rassismus vorgeworfen. Ich gebe zu, dass Deutschlands Geschichte nicht unbedingt positiv ist, aber es handelt sich um vergangene Ereignisse und genau das verstehen viele nicht. Viele sprechen davon, dass der Islam eines besonderen Schutzes bedarf, da er unter die religiöse Freiheit fällt. Inwieweit darf man das tolerieren, wenn sich Religion über das Gesetz stellt? Wieso haben so viele Angst unsere Kultur zu verteidigen? Wie die Autorin so schön schrieb, haben wir Deutsche falsche Schuldgefühle und denken, indem wir jegliche Immigranten mit offenen Armen empfangen und ihre Kultur verteidigen, könnten wir diese Schuldgefühle aus der Welt schaffen. Meiner Meinung nach muss diese falsche Toleranz aufhören. Ich lasse jedem seinen Glauben und ich bin nicht generell gegen den Islam, aber ich toleriere nichts, dass sich gegen das Gesetz und die Menschenrechte richtet und mit Unterdrückung arbeitet. Die Frage ist nicht, was wir Deutschen für die Integration tun können, sondern was die Menschen, die hier leben wollen, für ihre eigene Zukunft tun können, um ein Zusammenleben zu verbessern.
Packend!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt! Necla Kelek erzählt viel aus ihrer eigenen Familiengeschichte und zeigt anhand dieses Beispiels viele Sitten und Denkweisen der muslimisch-türkischen Kultur. Außerdem berichtet sie von Türken, die in Deutschland leben und zeigt, woran die Integration häfig scheitert. Alles ist in einer einfachen, gut verständlichen Sprache geschildert. Dieses Buch sollten Deutsche und Türken gleichermaßen lesen!
Ein trauriger Bericht aber ein weiterer Verdienst der mutigen Kelek
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Kelek hat bereits in vielen Publikationen versucht, die deutsche Gesellschaft wachzurütteln.
Sie richtet sich aber natürlich auch an die türkischen Frauen.

Kelek beschreibt, dass es den türkischen Frauen oft nicht gut ergeht.
Sie werden zwangsweise in Ehen hineingetrieben, in denen sie sehr oft nicht glücklich sind.
Wenn diese jungen Frauen Probleme machen, werden sie oft geschlagen - die Familie steht dabei immer auf der Seite des türkischen Mannes. Denn die Traditionen wollen eine Frau, die sich voll unterordnet - auch wenn sie selbst dabei unglücklich ist.

Die mangelhafte Ausbildung vieler türkischer Männer und ihre geringe gesellschaftliche Stellung innerhalb der deutschen Gesellschaft, produziert tiefe Minderwertigkeitskomplexe, die sie oft an ihren Ehefrauen auslassen, sich aber auch in einem aggressivem Verhalten gegenüber den Deutschen ausdrückt.Die Probleme die daraus entstehen, sind ungeheuer gross.

Deutsche Frauen sind für türkische Männer meist nur sexuelle Objekte.
Verlieben sich die deutschen Frauen, so haben sie eben Pech gehabt.
Denn die meisten Türken würden nie eine deutsche Frau heiraten, da diese aus türkisch-muslimischer Sicht unrein ist - eine deutsche Schlampe - wie es unter türkischen Männern oftmals voller Spott und Häme heisst.

Die jungfräulichen Türkinnen kommen dann aus der Türkei - aus einer ganz anderen Gesellschaft - nach Deutschland und werden mit diesen oft aggressiven jungen Männern verheiratet.
Dies führt zu einem Trauma bei diesen jungen Mädchen.

Es folgen zahlreiche Frustrationen. Der Mann nimmt sich etwa das Recht heraus, zu Prostituierten zu gehen - seine junge Frau aber muss jungfräulich sein und dient nur der Aufzucht der Kinder.Oft spricht sie kein deutsch - und soll auch kein deutsch sprechen - um nicht von der deutschen Gesellschaft verdorben zu werden.

Wie schädlich die Sichtweise dieser archaischen Traditionen ist, sieht man dann an den vielen Ehrenmorden und Körperverletzungsdelikten.

Dies alles ist menschenfeindlich. Es ist das Gegenteil von Liebe der Eltern oder Liebe in der Ehe.

Widerstand der türkischen Ehefrauen aber führt zu noch mehr Hass bei den türkischen Männern, den diese vermehrt gegenüber der deutschen Gesellschaft auslassen. Alles wird zum Feindbild, zum Objekt des Hasses. Unsere Politik bleibt daher aufgefordert, äußerst wachsam zu sein und auch über den Sinn der so genannten Familienzusammenführung nachzudenken, die ja erst diesen kommerziellen Handel mit Jungfrauen aus der Türkei als Ehefrauen ermöglicht.

Gut aber, dass es bei den türkischen Frauen mutige Menschen gibt, die einfach genug haben von diesen kranken Traditionen und es wagen, einen Neuanfang zu machen.

Kelek hat verstanden, wie bösartig gewisse Denkweisen dieser archaischen Traditionen sind.
Es ist höchste Zeit für eine Veränderung dieser hasserfüllten Sichtweise, die vor allem auf Kosten der türkischen Frauen geht.

Gut, dass es Menschen wie Kelek gibt.
Zweiklassengesellschaft
4 Punkte 4 von 5 Punkten
In den vielen amüsanten Geschichten des Buches sind für das Verstehen des Problems wichtige Aussagen enthalten und gewissermaßen versteckt, die man leicht überliest und bei denen man sich später erinnert, sie schon einmal gelesen zu haben. Da hilft nur ein Notizzettel. Die als unbelehrbar zu bezeichnenden Muslime sind hier beschrieben, aber es gibt auch hunderttausende Muslime, die als Ramadan-Muslime gelten, und auf die das alles nicht zutrifft - solche, die nicht nach Mekka ziehen, die Raki trinken und es mit dem Schweinefleischverbot auch nicht so genau nehmen, zumindest nicht bei Nacht. Diese "andere" Gattung Muslime muss man kennen, um die Aussagen von Necla Kelek nicht überzubewerten und für alle Muslim-Türken gelten zu lassen.Dass die Zahl der Kopftuchträgerinnen so rapide zunimmt hat nichts mit innerer Überzeugung zu tun sondern mit erfolgreicher Indoktrinierung. Wenn das Kopftuch aber nur den Zweck hat, diese nur der Sexualität dienenden verstandslosen Wesen zweiter Klasse vor den gierigen Blicken anderer muslimischer Männer zu verbergen, dann muss das Kopftuch in Deutschland aus dem öffentlichen Leben verschwinden. Dazu gibt das Buch wertvolle Aufklärung und Hinweise, wenn auch erst am Ende des Buches und dann aber konzentriert.
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Produkt-Bild: Geschichte und Geschehen - Themenhefte für die Oberstufe: Geschichte und Geschehen, Themenheft/Sek. II: Zusammenbruch der DDR und deutsche Einheit

Geschichte und Geschehen - Themenhefte für die Oberstufe: Geschichte und Geschehen, Themenheft/Sek. II: Zusammenbruch der DDR und deutsche Einheit von Heike Christina Mätzing, Michael Ploenus, Volker Sinemus, Reinhard Sturm

Broschiert von Klett
Preis bei Amazon: EUR 8,95

ISBN: 3124300475, Erscheinungsdatum: Januar 2010
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Produkt-Bild: Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen

Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen von Joachim Gauck

Gebundene Ausgabe von Siedler Verlag
Preis bei Amazon: EUR 22,95, Angebote ab EUR 13,98

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3886809358, Erscheinungsdatum: Oktober 2009, Auflage: 11
Zoom ± Produkt-Bild: Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen

4 Kundenrezensionen:

joachim gauck
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Alles sehr verständlich und real beschrieben. Ich stamme aus Rostock, war in Stasigefängnissen inhaftiert, bin 1987 freigekauft worden. Absolut empfehlenswert ...
Ein wirklich freier Geist
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Manche Kommentare zu Joachim Gaucks Werdegang betonen, sein Leben sei ein Lehrgang im Erlernen des aufrechten Ganges. Diese Einschätzung ist nicht ganz korrekt, hat er doch den aufrechten Gang nicht erst lernen müssen, sondern von Anfang an praktiziert. Denn spätestens seit der Verhaftung seines Vaters durch die Stasi 1951 - Gauck war 11 Jahre alt - lebte er in Opposition zum kommunistischen SED-Regime. Für Joachim Gauck war dieses Erlebnis prägend. Er wurde evangelischer Pfarrer und setzte sich in den achtziger Jahren für oppositionelle Bewegungen und politisch Verfolgte in der DDR ein. Er beschreibt aus detaillierter Binnenkenntnis das Wesen des Stasi-Staates und gibt damit tiefe Einblicke in die Funktionsweise eines menschenverachtenden, sich sozialistisch nennenden Systems. Dieses Erleben läßt ihn Freiheit und Grundrechte als hohe Güter schätzen lernen, und er verteidigt sie vehement gegen Propagandisten der Gleichheit. Hierin liegt denn auch der tiefere Grund für die Abneigung, teilweise auch den Haß der SED-Nachfolger gegen den Kandidaten fürs Bundespräsidentenamt. Er hätte deutsches Staatsoberhaupt werden können, jedoch wollten die Deputierten der Linken keinen Menschen wählen, der all das überzeugend vertritt, was die Linken bekämpfen: Freiheit, Ehrlichkeit und Aufklärung. Gegen alle innenpolitischen Widerstände von links hat er als erster Chef der Bundesbehörde für Stasi-Unterlagen dafür gesorgt, daß jeder Betroffene wenigstens im nachhinein erfahren konnte, wer ihn jahrzehntelang verraten und hintergangen hatte. Er hat diesen Menschen damit erst zu einer vollständigen Biographie verholfen. Gaucks Erinnerungen zeigen, wie totalitäre Regime Menschen verbiegen können. Sie machen aber auch deutlich, daß eine Opposition gegen ideologisch abgesicherte Wahrheiten möglich ist. Dadurch erfährt dieses Buch auch für die Gegenwart eine immense politische Bedeutung.
Ein spannendes Zeitdokument
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nach den Jahren der Kindheit und Jugend in der frühen sowjet-bestimmten DDR, die anschließenden Jahre, d.h. Erlebnisse und Erfahrungen als Pastor (Pfarrer ?), werden fast krimireif überlagert von den Ereignissen der "Wendezeit" -oder Zeitenwende- und schließlich die oft sehr persönlichen Erkenntnisse und Enthüllungen in der Zeit des Aufbaus und der Leitung der nach ihm benannten Gauck-Behörde.
Für jeden, der in dieser Zeit aktiv gelebt hat ein erstaunliches Erinnerungs-feedback und für jeden "Nachgeborenen" eine Pflichtlektüre, um nicht der vielfach anzutreffenden DDR-Verklärung zu erliegen.
UM
Ein Manifest für die Freiheit
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich hatte Gaucks Erinnerungen schon kurz nach deren Erscheinen 2009 im Visier; gekauft und dann auch gelesen habe ich sie aber erst anläßlich seiner Präsidentschaftskandidatur 2010. Schon der knappe Umfang von gerade einmal 346 Seiten macht deutlich, dass "Winter im Sommer, Frühling im Herbst" nicht in die Reihe der üblichen Politikererinnerungen gehört.

Dass Gauck sich selber nicht als Politiker, sondern in erster Linie als mündigen und freiheitsbewegten Bürger sieht, wird bereits nach wenigen Seiten deutlich. So schildert er zunächst seine familiären Wurzeln in Mecklenburg und seinen Berufsweg als Pastor in einem kirchenfeindlichen Staatswesen. Gauck beschreibt sehr präzise die Verhältnisse in der DDR, die zur Ausreise vieler seiner Familienmitglieder (erst seiner Geschwister, dann seiner eigenen Kinder) geführt haben. Ohne Pathos oder übermäßiges Selbstmitleid schildert er die Begrenzungen und Drangsalierungen, die er im Kirchenalltag erleben mußte und die Überzeugungen, die ihn zum Bleiben und Weiterkämpfen bewogen haben. Dass ein tiefgehendes Freiheitsideal in diesen Erfahrungen seinen Ursprung finden mußte, wird für den Leser nachempfindbar.

Spannend - wenn auch nur noch mit wenig neuen Erkenntnissen verbunden - sind dann die Schilderungen zur friedlichen Revolution in der DDR mit einem Fokus auf den Geschehnissen im Norden der DDR. Umso prägnanter habe ich dann Gaucks Erfahrungen aus der Nachwendezeit empfunden, zunächst als Abgeordneter der ersten frei gewählten Volkskammer und dann nach der Einheit als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Bemerkenswert differenziert und detailliert geht Gauck dabei auf einige der prominenteren Fälle von Stasiverwicklungen ostdeutscher Politiker (Stolpe, de Maiziere, Schnur, Gysi, Böhme) ein und kommt zu durchaus unterschiedlichen Bewertungen der individuellen Schuld. Dass nach Meinung Gaucks die Spitzelvergangenheit Gregor Gysis eindeutig erwiesen sei, auch wenn dieser ihm juristisch gewisse Aussagen per Unterlassungsklage untersagt habe, ist dabei eine interessante Randnotiz, die das Abstimmungsverhalten der Fraktion Gregor Gysis bei der Bundespräsidentenwahl in ein interessantes Licht rückt. Haben da einige Linke alte Stasi-Rechnungen begleichen wollen?

Gauck schließt mit einem Plädoyer für die Freiheit und Demokratie trotz aller Unzulänglichkeiten, die auch diese Staatsform gelegentlich mit sich bringt. Gaucks Empathie mit seinen Mitmenschen und zugleich nüchterne Darstellung des eigenen Wege ohne großes Pathos macht seine Erinnerungen zu einem lesenswerten Buch.
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Produkt-Bild: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen von Sabine Bode

Taschenbuch von Piper
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 7,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3492244033, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 15
Zoom ± Produkt-Bild: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

4 Kundenrezensionen:

beeindruckend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es geht um seltsame Erkrankungen im Alter, um Kriegserlebnisse, die oftmals erst wieder freigelegt werden müssen, um Traumata und Psychologie - gut recherchiert. Nur selten mal muss man eine Länge durchstehen, um wieder gefesselt zu werden. Noch nie hat ein Buch in mir so viel bewegt wie dieses! Es ist gut geschrieben, somit leicht lesbar und lässt mich so Vieles besser verstehen: Die eigene Erziehung (eines Nachkriegskindes), die besonders liebe Tante (Kriegskind, ebenso wie ihr sehr patenter und familiensinniger Mann), Merkwürdigkeiten der eigenen Eltern (junge Erwachsenenzeit im Krieg). - Und insbesondere jedem "Kriegskind" aus Deutschland kann ich nur zurufen: Lies das! Es wird gut tun, es wird Erkenntnis und vielleicht sogar ein Stück mehr Geborgenheit schaffen.
Leider keine Pflichtlektüre...
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Glückwunsch an Sabine Bode, die mit viel Ausdauer, Mut und Akribie das "Vergessen" aufbricht.
Dieses Buch oder zumindest der inhaltliche Tenor müsste Pflichtlektüre in allen sozialen, pädagogischen und medizinischen Berufsbildern sein, könnte viele Missverständnisse aufklären oder verhindern.
Es ist keine gute "Bettlektüre", aber sehr ergreifend, erklärend und aufklärend.
Vielen Herzlichen Dank noch einmal an Sabine Bode :-)))))
Eine Aufarbeitung deutscher Familientradition im Kontext von Nazideutschland
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch hat mir geholfen, Erfahrungen aus meiner Kindheit und das Verhalten meiner Eltern in dem historischen Kontext des Krieges zu verstehen. Sehr einfühlsam dargestellte Fallbeispiele, die Versöhnung und Mitgefühl für diese Generation einladen. Auch sehr hilfreich die Darstellung der Ursprünge der schwarzen Pädagogik, die noch ihre Einflüsse in der Nachkriegsgeneration hatte. Im ganzen ein wertvoller Beitrag zur Aufarbeitung der Einflüsse von Nazideutschland auf die nachfolgenden Generationen und zum Verständnis der eigenen Geschichte.
Hautnah
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Geht absolut unter die Haut! Sehr zu empfehlen, um zu verstehen, was mit unserer Elterngeneration passiert ist, die den Krieg nur noch in seinen Auswirkungen danach mitbekommen haben, aber bis heute darunter leiden. Mit allen Problemen im zwischenmenschlichen der Generationen.
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Produkt-Bild: Diestel Aus dem Leben eines Taugenichts? Mit farbigen Bildteil

Diestel Aus dem Leben eines Taugenichts? Mit farbigen Bildteil von Peter-Michael Diestel, mit Hannes Hofmann

Gebundene Ausgabe von Das Neue Berlin
Preis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 11,02

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3360019989, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1
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4 Kundenrezensionen:

Wer die Wahrheit sagt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Peter-Michael Diestel und Hannes Hofmann

Diestel Aus dem Leben eines Taugenichts?
Verlag Das Neue Berlin
2010, ISBN 978-3-360-01998-1

Ein Sprichwort ist immer gültig: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd". Der Autor konnte die Wahrheit sagen, denn er besitzt tatsächlich ein schnelles Pferd. Er ist mit seiner vierbeinigen Kameradin auf dem Bild XVI des Buches zu sehen. Gute Freunde, Mut, scharfer Verstand, Schlagfertigkeit und sein Beruf sind seine weiteren "schnellen Pferde". Es ist unglaublich spannend und informativ, vor allem für die direkt von der Wende Betroffenen, die Zeit vom 18. März bis zum 3. Oktober 1990 mit Peter-Michael Diestel nach zu erleben. Ich bezweifle keine seiner Angaben und teile seine Ansichten. Einen Lachanfall hatte ich zu überstehen, als ich die Stelle des Buches erreichte, wo er geständig war und zugab, dass es seine Aufgabe im Geheimdienst der DDR war feindliche U-Boote mit den Händen zu erwürgen. Unüblich aber wirksam erledigte der IM-Schürzenjäger" die vorsätzlich über ihn ausgestreuten Lügen. Dabei sein konnte ich nicht, aber das Buch habe ich genossen.
Zwei Anmerkungen sind noch zu machen - erstens gehört der herzerfrischende Ausdruck "Pappnasen" nicht in das Buch, obwohl sachgerecht und zielgerichtet eingesetzt, ist diese Klassifizierung trotzdem zu harmlos und zweitens haben wir zu lange auf das Buch warten müssen. Jetzt konnte die Wahrheit gerade noch aufgeschrieben werden. Sind die Zeitzeugen erst gestorben, wird noch unverschämter drauf losgelogen. Mindestens fünf Sterne gebe ich für dieses hervorragende Sachbuch, und eines ist das Werk ganz sicher nicht: Anbiederungsliteratur.
Hoffentlich konnte ich Sie neugierig machen.
Väter und ihre Kinder
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Selbst Vater und bei einer Armee gedient, berührte mich vor allem die Loyalität des Autors seinem Vater gegenüber. Es ist schon wahr, der Umbruch einer Gesellschaft findet immer mit Opfer statt. Und fast immer wurden und werden die Menschen geopfert, die sich wehren, ihr Fähnlein in die neue Windrichtung zu hängen. Es tat mir sehr gut, die Hochachtung des Autors gegenüber der Lebensleistung seines Vaters zu erahnen, und das obwohl sein Vater nicht der Gewinner war. Es ist schon richtig: die Sieger sind selten die Gewinner.
Ob der Autor bei seiner politischen Einstellung immer die pure Wahrheit schreibt, ist mir gleichgültig. Es gibt eben keine reine Wahrheit. Und so kommt es auch aus dem Büchlein herüber.
Eigenartigerweise bekam ich Ossi das Buch von meinem in Hamburg lebenden Sohn geschenkt. Ich hoffe, daß er mir zeigen wollte, daß wir beide liebenswerte erfolgreiche Taugenichtse sind.
Sehr gespannt!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Der gute Diestel, nun hat er also auch ein Buch geschrieben - schreiben lassen. Ich bin sehr gespannt dsrauf, weil ich große Erwartungen in dieses Buch setze. Hier meine größte: Wird Herr Diestel die Frage beantworten, ob er damals, in seinen herrschaftlichen Zeiten, seine und des beliebten Sekretärs Stolpe Stasiakte hat verschwinden lassen. Er müsste es wissen und sollte es "ausspucken".

Füchsle
Hochinteressant!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Durch Zufall bin ich auf dieses Buch gestoßen.-(Ich hatte den mir empfohlenen, satirischen Schelmenroman "Aus dem Leben eines geilen, kleinen Arschlochs", von Klaus Köhler gesucht, den ich ebenfalls sehr (!) emfehlen kann. Habe Diestels "Taugenichts" gleich mit bestellt und muss sagen, beide Bücher waren VOLLTREFFER !
Diestel beschreibt aus seiner Sicht die Zeit seines Auf- und "Abstiegs" und ich kann diese Sicht voll und ganz teilen. Sie ist sehr interessant, erscheint ehrlich, aufrichtig und manchmal schlitzohrig. Sie ist meines erachtens TEILENSWERT und beide Bücher sind NICHT NUR für ehemalige Ostdeutsche SEHR zu empfehlen. Echt SPITZE!!!
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: D-Day: Die Schlacht um die Normandie

D-Day: Die Schlacht um die Normandie von Antony Beevor

Gebundene Ausgabe von C. Bertelsmann Verlag
Preis bei Amazon: EUR 28,00, Angebote ab EUR 24,24

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3570100073, Erscheinungsdatum: April 2010
Zoom ± Produkt-Bild: D-Day: Die Schlacht um die Normandie

4 Kundenrezensionen:

D-Day: Die Schlacht um die Normandie. Antony Beevor
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich bin überzeugt davon, dass dieses Buch auch von jüngeren Generationen gelesen werden sollte. Auch wenn diese enorme Tragödie der militärischen und menschlichen Geschichte ( 2. Weltkrieg vollumfänglich ) schon mehr als 60 Jahre zurückliegen, so wäre es tragisch, wenn dieser grauenvolle Abschnitt des menschlichen Wahnsinns in Vergessenheit geriete.Es ist doch zu betonen, dass diese jungen Menschen bereit waren ihr Leben zu opfern um Europa von diesem unfassbaren Terror zu befreien. Antony Beevor gelingt es in seinem Buch Details zu schildern, die von tiefer Kenntnis über das Geschehene Zeugnis ablegen. Trotz der komplexen Geschehnisse liesst sich das Buch ausserordentlich verständlich, dank dem klaren Schreibstil. Es ist aber zu betonen, dass es notwendig ist die Normandie persönlich zu kennen um den einzelnen taktischen Schritten der Militärs beider Seiten folgen zu können.
Ich habe selten so ein gutes Geschichtsbuch in den Händen gehalten.
Gutes, aber nicht ueberragendes Buch
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Ich habe das Buch gekauft, nachdem ich einige sehr positive Rezensionen darueber gelesen habe. Und soviel zum Einstieg: Ich habe D-Day in einem Zug durchgelesen, so schlecht kann es also nicht sein. Es ist erstens einmal sehr spannend und unterhaltsam geschrieben, ist keinen Augenblick langweilig. Zweitens thematisiert es immer wieder auch alliierte Kriegsverbrechen, teils solche, die in der Hitze des Gefechtes entstandend sind, teils solche, sehr gravierende, die sozusagen angeordnet wurden (Beispielsweise die Bemerkung in einer Rede an Soldaten von General Maxwell Taylor, Kommandeur der 101. Luftlandedivision, anlaesslich der Invasion stoerten Gefangene nur). Dass auch die Alliierten Kriegsverbrechen begangen haben, ist weder neu noch kann es wirklich ueberraschen, aber Beevor behandelt sie hier offener, expliziter und schonungsloser als es bisher in entsprechenden Publikationen uebelich war.
Wie auch immer, und hauptsaechlich darum nicht mehr als drei Sterne, sehr viel Neues erfaehrt man aus dem Buch trotzdem nicht, abgesehen vom Umgang mit alliierten Kriegsverbrechen ist das Buch einfach ein weiteres ueber die Invasion in der Normandie und die sich im Anschluss daran entfaltenden Schlachten.
Darueber hinaus seien zwei Schwaechen erwaehnt: Erstens sind die Karten weitaus weniger detailiert, als moeglich waere, insbesondere vermisst man oft Orte, die im Buch erwaehnt werden. Um den Verlauf der Auseinandersetzungen verfolgen zu koennen, waere es wichtig, diese Orte miteingezeichnet zu haben. Zweitens, und das war ein Punkt, der mich das ganze Buch ueber genervt hat, scheint mir Beevors Umgang mit dem britischen General Montgomery schlicht unprofessionel zu sein. Kritik und Noergelei an Montgomery findet sich im ganzen Buch schaetzungsweise alle drei Seiten, was dann doch etwas penetrant ist. Beevor haette die kritischen Beerkungen ueber Montgomery reduzieren oder mindestens zusammenfassen koennen, ohne dass sein insgesamt negatives Bild von Montgomery abgeschwaecht worden waere. Dem Leser gegenueber waere die Kritik aber glaubwuerdiger gewesen, weil nicht der Eindruck entstanden waere, Beevor lasse sich von einer persoenlichen Abneigung Montgomery gegenueber leiten.
Gewohnte Qualität
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Antony Beevor hat verschiedene Bücher zur neuen Zeitgeschichte verfasst (Spanischer Bürgerkrieg, Stalingrad, der Untergang). Es gelingt dem Autor immer wieder in seinen Werken neue Aspekte einzubauen und in seinen verschiedenen Werken einen hohen Standard einzuhalten. Auch dieses Werk entspricht den Qualitätsansprüchen, die von seinen Werken grundsätzlich erwartet werden. Auch dieser neueste Band ist leicht lesbar, aber trotzdem nicht oberflächlich.
D-Day oder Der längste Tag
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Lange Tage und Nächte gibt es mit diesem Buch gewiss auch.

Antony Beevor, eine der besten Autoren historischer Bücher, zeichnet hier eine umfangreiche Abhandlung zur Landung der Alliierten in der Normandie. Angefangen bei den Vorbereitungen (die evtl. noch etwas ausführlicher hätten sein können); über die Landung aus der Luft wie zu Wasser; über die Ausbruchskämpfe in der Normandie; bis hin zur Befreiung von Paris folgt der Leser Beevors Ausführungen. Beevor verliert dabei keineswegs den Blick für den einfachen Soldaten, der übermenschliches leisten muss, dabei aber Todesängste aussteht. Auch das Leid der Zivilbevölkerung, die, wie in jedem Konflikt, am Meisten zu ertragen hat, wird nicht vergessen zu erwähnen.

Detailliert beschreibt Beevor die Landung an den einzelnen Stränden, aber auch folgende Kämpfe, wie die Schlacht um Caen oder die Operation Cobra", mit der schließlich der Ausbruch aus der Normandie gelang und dadurch den Weg nach Osten Richtung Paris und Deutschland ebnete. Besonders hervorzuheben sind die genauen Schlachtenverläufe, an denen der Leser das oft verbissene hin und her genau verfolgen kann. Ergänzt wird das Ganze durch umfangreiches Kartenmaterial und durch Zitate oder Tagebucheintragung von Soldaten und Offizieren, sowohl auf deutscher, wie auch auf alliierter Seite.

D-Day - Schlacht um die Normandie" ist nicht nur deshalb ein sehr gutes Buch, weil es hervorragend und interessant geschrieben ist. Sondern auch, weil es nichts beschönigt, heroisiert oder unter den Teppich kehrt, wie zum Beispiel Kriegsverbrechen denen sich die Deutschen, insbesondere die SS, schuldig machte, aber auch auf Alliierter Seite in den ersten Woche häufig vorkamen.

Fazit: Beevor hat ein sehr wertvolles Buch geschrieben, das man unbedingt lesen sollte. Denn zu diesem Thema wird zur Zeit nichts vergleichbar gutes zu finden sein.

D-Day: Die Schlacht um die Normandie
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Produkt-Bild: ... trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager

... trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager von Viktor E. Frankl

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 7,90, Angebote ab EUR 2,95

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3423301422, Erscheinungsdatum: Oktober 1998, Auflage: Neuaufl.
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4 Kundenrezensionen:

Pflichtlektüre
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich musste 56 Jahre alt werden, bis ich dieses Buch gelesen habe. Eigentlich sollte es Pflichtlektüre im Gymnasium sein.
Ja zum Leben
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Es ist erstaunlich und menschlich zutiefst beeindruckend, wie Viktor E. Frankl trotz der demütigenden und bis ans Äußerste gehenden Erfahrungen während seiner Zeit im Konzentrationslager sein "Ja zum Leben" sagen konnte. Ein mutiges Bekenntnis zur Hoffnung!
Bedrückend & Differenziert
3 Punkte 3 von 5 Punkten
ich vergebe nur *** weil ich eine höhere Erwartungshaltung an das Buch hatte. Meine Erwartung war hier stärker den "Sinn" zu entdecken und ich habe eine erstaunlich sachliche Darstellung seines KZ Aufenthalts gefunden.

Ein gutes Buch um den Schrecken des KZs besser zu verstehen, da es versucht die Verhaltensweise und die Hintergründe dieser Verhaltensweisen aller Beteiligten (Gefangene, Capos & Wärter) zu dokumentieren.

Das Erstaunliche an dem Buch ist, dass er trotz der unbeschreiblichen Grausamkeiten kein Pauschalurteil abgibt, sondern alle geschilderten Personen differenziert betrachten kann.
Unbedingt lesenswert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Dieses Buch ist ein Muss für alle, die sich mit der Zeit des Dritten Reiches auseinander setzen wollen. Es gibt genügend Bücher, die die Greueltaten und die geschichtlichen Ereignisse schildern. Aber nur wenige zeigen das Erlebte in einem Konzentrationslager aus der Sicht eines Menschen, dessen einziger Instinkt es ist, diese Zeit zu überleben. Der Autor prangert nicht an und jammert nicht. Er zeigt auf, wie schnell die Ansprüche des Menschen sinken, wenn er alles verliert und täglich um sein Leben kämpft. Kleinigkeiten bilden plötzlich den Mittelpunkt des Denkens, dass nur noch das Hier und Jetzt kennt und das Hoffen, den nächsten Tag zu überstehen. Wer die Schilderungen liest, dem empfehle ich zwischendurch zu reflektieren, wie gut es uns geht. Essen, Trinken, Wärme, Freiheit. Güter, so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht (mehr) wahrnehmen.
Nebenbei erklärt der Autor, wie die schreckliche Maschinerie eines KZ's funktionieren konnte. Diese Erläuterungen sind zwar kurz gehalten, aber durchaus ausreichend.
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Produkt-Bild: Die Verlorenen: Eine Suche nach sechs von sechs Millionen

Die Verlorenen: Eine Suche nach sechs von sechs Millionen von Daniel Mendelsohn

Gebundene Ausgabe von Kiepenheuer & Witsch
Preis bei Amazon: EUR 24,95

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3462041827, Erscheinungsdatum: August 2010, Auflage: 1., Auflage
Zoom ± Produkt-Bild: Die Verlorenen: Eine Suche nach sechs von sechs Millionen

Eine Kundenrezension:

Ein großes Buch, das lange Bestand haben wird
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Tausende von Büchern sind seit 1945 über den Holocaust erschienen. Bücher von Wissenschaftlern, die das eigentlich Unsagbare soziologisch, psychologisch und politologisch erklärten. Bücher von Überlebenden, ohne die wir vielleicht viel weniger wüssten über den Alltag und die Qualen, die Millionen in den KZ`s der Nazis erdulden mussten. Bücher von Nachgeborenen von Überlebenden, hier vor allem haben mich die Bücher von Doron Lizzie und Gila Lustiger beeindruckt, die immer wieder versuchen zu beschreiben, wie der Holocaust sie bis in die dritte Generation betrifft und ihr Leben prägt.

Andere, die nicht persönlich betroffen waren, haben dennoch literarisch, einmal mehr, das andere mal weniger gelungen, sich einem Geschehen zu nähern, wie es in der Geschichte einzigartig war.

Das vorliegende, in den USA schon 2006 veröffentlichte und dort sehr erfolgreiche Buch von Daniel Mendelsohn ragt unter diesen zahllosen literarischen Näherungen an den Holocaust nicht nur durch seinen Umfang heraus, sondern auch durch die Art und Weise, wie er, ein Nachgeborener von Überlebenden, sich sechs Menschen aus seiner Familie nähert, die im Holocaust starben. Auf "eine Suche nach sechs von sechs Millionen" hat er sich begeben und ein großes, ein bewegendes Buch geschrieben, das immer wieder sich mit der Bibel beschäftigt und hier vor allem auf die Geschichte von Kain und Abel, wo in der Mythologie des Tanach zum ersten Mal ein Mensch seinen Bruder tötet.

Sein Buch ist sozusagen die Nacherzählung der Schöpfungsgeschichte mit "ihren ewigen Themen des Ursprung und der Familie, der Versuchung und des Exils, des Bruderverrats, der Schöpfung und der Vernichtung."

Ein großes Buch, das lange Bestand haben wird.
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Produkt-Bild: Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs (HERDER spektrum)

Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs (HERDER spektrum) von Anne-Ev Ustorf

Taschenbuch von Verlag Herder
Preis bei Amazon: EUR 8,95

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3451062127, Erscheinungsdatum: Juni 2010, Auflage: 1
Zoom ± Produkt-Bild: Wir Kinder der Kriegskinder: Die Generation im Schatten des Zweiten Weltkriegs (HERDER spektrum)

4 Kundenrezensionen:

Augen geöffnet
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Habe dieses Buch durch Zufall auf dem Büchertisch meiner Buchhandlung entdeckt und muss sagen: Volltreffer. Fast schon unheimlich, wie ich mich bisweilen in den Gesprächspartnern der Autorin wiedergefunden habe. Auch meine Eltern sind Kriegskinder und mir war nie klar, dass ihre vielen Ängste - die ich stets gespürt habe - mich noch so geprägt habe. Jetzt weiß ich, worin viele meiner Macken und Lebensprobleme ihren Ursprung haben. Und ich verstehe auch meine betagten Eltern besser, mit denen es für mich nie ganz einfach war. Ein hochinteressantes Buch, anschaulich geschrieben und wissenschaftlich fundiert durch die vielen Studien und Forschungsergebnisse, die die Autorin hat einfließen lassen.
Hatte mehr erwartet
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Auch ich, geboren 1968, bin ein Kind von Kriegskindern. Zum Teil weiß ich, zum Teil erahne ich einige der - vor allem emotionalen - Verletzungen, die meine beiden Eltern (geboren 1943 u. 1944) als Kriegskinder in sich tragen. Über vieles haben meine Geschwister und ich im Laufe der Jahre mit unseren Eltern diskutiert - bis heute. Auch darüber, wie sich ihre (Nach-)Kriegskindheit auf ihre Persönlichkeitsentwicklung und damit wiederum unmittelbar auf uns als ihre Kinder ausgewirkt hat. Insgesamt herrschte und herrscht bei diesem Thema in unserer Familie viel Offenheit, was mich sehr freut, weil es allen Beteiligten gut tut.
Dennoch hatte ich mir von dem Buch weitere Anstöße und Klarheit erhofft, bin aber leider enttäuscht worden. Nicht, dass es uninteressant oder schlecht geschrieben wäre; was stört, ist vielmehr die Einseitigkeit der dargestellten Kriegskinder- und Kriegsenkel-Biografien. Die Autorin dokumentiert und kommentiert ausschließlich die emotionalen Befindlichkeiten von Kriegsenkeln aus Flüchtlings-/Vertreibungsfamilien. Was aber ist mit all den anderen? Auch Kriegskinder, deren Eltern ihre Heimat nicht verloren haben, litten (und leiden z. T. bis heute) trotzdem unter zahlreichen Umständen, für die der Krieg mitverantwortlich war: Unter völlig abwesenden oder - falls aus dem Krieg zurückgekehrt - in aller Regel traumatisierten und unnahbaren Vätern, unter überstarken, weil auf sich gestellten "Mann"-Müttern oder aber überfordert-depressiven Müttern, unter Armut und Hunger sowie mangelnder Unterstützung hinsichtlich ihrer späteren Berufswünsche usw. Diese Mehrheit und ihre Geschichte(n) wird überhaupt nicht erwähnt - und genau das ist der Schwachpunkt des Buches. Hier hätte ich mir einfach mehr Vielfalt gewünscht. Oder aber einen klareren Hinweis auf den Flüchtlingshintergrund im Titel oder zumindest im Untertitel des Buches (aber hier war wahrscheinlich der Autorin und/oder dem Verlag aus Verkaufsgründen die Nebelkerzen-Variante lieber!?) Persönliches Fazit: Hinsichtlich meiner offenen Fragen war das Buch aus genannten Gründen die falsche Wahl. Kriegsenkel mit einem elterlichen/großelterlichen Vertriebenenhintergrund hingegen werden in diesem Buch ohne Zweifel überaus interessante und hilfreiche Einblicke erhalten.
Zumutung
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich gehöre selbst zu der im Buch beschriebenen Generation, mein Vater gehört zu den traumatisierten Kindern des Krieges, insbesondere durch die Vertreibung 1945 aus den Ostgebieten. Ich habe mich viel mit der Geschichte der Familie und mit der Geschichte vor und nach 1945 beschäftigt.
Das was Frau Ustorf hier in ihrem Buch versucht zu beschreiben ist doch eher eine Zumutung und denn eher auch eine Konstruktion als eine fundierte Aussage. Bindungsängste, Entwurzelt sein, sich nicht mitteilen zu können und emotionale Kälte sind sicher viel vertreten. Natürlich wird es immer etwas geben in dem man sich in diesem Buch wiederfindet. Es hat aber meiner Ansicht nach nichts oder nur begrenzt mit Tatsache zu tun Kriegskind oder Kriegsenkel zu sein. In 20 Jahren wird es wohl die Genaration nach Harz IV sein, die sich eben so in den Charakteristiken wiederfindet.
Sehr geehrte Frau Ustorf, nicht jeder sollte ein Buch schreiben, der schreiben kann. Das Buch ist reine Zeitverschwendung. Leider gehts nicht unter einem Stern.
Wir Kinder der Kriegskinder
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Sehr interessante Darstellung der transgenerationalen Probleme. Das Buch analysiert die Probleme und verdeutlicht sie sehr gut anhand von sogenannten Falldarstellungen von Einzelschicksalen.
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