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  • Unterkategorie:Spiele - Strategie/Taktik/Krieg
  • Kategorie:Spiele
  • Kompatibilität:PC

4 Kundenrezensionen:

Command & Conquer?
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Ich spiele Echtzeitstrategiespiele seit Erscheinen von Dune 2 und habe somit die Geschichte unter anderem Command & Conquers mit Erscheinen jedes neuen Titels mitverfolgen können.
C&C 1 setzte Maßstäbe innerhalb des Genres und wird von vielen als "Urvater" desselben gewertet.
Die damals für C&C verantwortlichen Entwickler firmierten als Westwood Studios und brachten als ersten Echtzeitstrategietitel Dune 2 heraus, welches die meisten allseits bekannten Elemente bereits innehatte. 1994 dann wurde von Blizzard "Warcraft" veröffentlicht, welches in die gleiche Kerbe schlug.
Als dann ein knappes Jahr später der Tiberiumkonflikt das Licht der Welt erblickte, wurde Command & Conquer eine immense Aufmerksamkeit zuteil. Einerseits wurde der Bedienkomfort im Genre erheblich verbessert, andererseits war die Präsentation unter damaligen Umständen sensationell. Realfilmschnipsel als Zwischensequenzen, gepaart mit schicken Rendervideos, eingängige Industrial-Musik und eine spannende Story mit einem für in der früheren Spielewelt als enorm charismatisch geltenden Bösewicht.

Im selben Jahr veröffentlichte Blizzard das nicht minder erfolgreiche Warcraft II, setzte dabei aber eher auf Comichaftigkeit.

Danach folgte der hier in Deutschland falsch betitelte "zweite" Teil C&Cs, Alarmstufe Rot, der im selben Universum, aber zu einer viel früheren Zeit spielte (in einer Sequenz von AR wird über die Gründung einer sogenannten GDI gesprochen...). Die Spielmechanik war gleich, ebenfalls inklusive Zwischensequenzen mit echten "Schauspielern".

Es war eine glorreiche Zeit für Echtzeitstrategen, das Genre war noch jung und es sprudelten immer mehr Konkurrenzprodukte auf den Markt, um dem großen Vater den Rang abzulaufen. Mal mehr, mal weniger mit Erfolg. Doch C&C war und blieb "das Original".

Anno 98 folgte das (recht gute) Update zu Dune 2, Dune 2000, welches das letzte Spiel der Westwood Studios sein sollte. Denn dann machte sich EA über das Unternehmen her und die kreativen Köpfe Westwoods suchten das Weite, bestanden sie doch verständlicherweise auf Unabhängigkeit. Zu allem Unglück Westwoods erschien im gleichen Jahr Blizzards Starcraft und Dune 2000 ging unter. Denn Starcraft brachte viel frischen Wind mit sich, spielten sich die drei wählbaren Parteien doch höchst unterschiedlich.

Ein Jahr später erschien Tiberian Sun, als das zweite "echte" C&C. Der vorherige Hype um dieses Spiel war immens. Nicht nur nachträglich von EA bearbeitete Screenshots sorgten für Wirbel, auch überdimensionierte Ankündigungen ließen den Fans das Wasser im Mund zusammenlaufen. Heraus kam ein in meinen Augen halbgares Spiel, dass sich in den unterirdisch gespielten Realfilmsequenzen viel zu ernst nahm und nicht den früher existierenden Charme besaß. Grafisch gesehen konnte das Game auch keinen Blumentopf gewinnen. Zwar wurde eine in diesem Segment neue Technik (Voxelgrafik) verwendet, doch wirkte die Optik sehr altbacken und wurde natürlich der im Vorfeld von EA selbst aufgebauten großen Erwartungshaltung nicht gerecht.

Im Jahr 2000 erschien dann die zweite rote Alarmstufe. Die nahezu komplett mit der Atmosphäre des ersten Teils brach, wirkten die Charaktere, Einheiten und Gebäude doch sehr viel comichafter. Der zweite Teil entfernte sich dadurch auch sehr weit vom eigentlich gemeinsamen C&C-Universum, was sicherlich EA's Kalkül war. Anstatt zwei sehr gleiche Serien nebeneinander existieren zu lassen, wurden sie "entfremdet". Was mir persönlich gar nicht gefiel. Es war ein Dilemma. Tiberian Sun nahm sich zu ernst, Alarmstufe Rot 2 war für meinen Geschmack viel zu abgedreht.

2002 brachte Blizzard das dritte Warcraft auf den Markt und wagte für seine Serie zwei große Neuerungen: Zum Einen den Sprung in die dritte Dimension (und zwar ohne hässliche Voxelgrafik), zum Anderen ein Heldensystem, in welchem die Helden der zu spielenden Partei rollenspielartig aufgewertet werden konnten.

EA stand unter Zugzwang, es musste etwas neues her. Und tatsächlich, 2003 wurde dann "Generals" herausgebracht, welches zwar auch ein eher fiktionales Setting hatte, jedoch mit wesentlich mehr Bezug zur Realität. Und vor allem Bezug zu aktuellen Ereignissen, sprich seinerzeit Irak-Krieg. Das ging unserem Kanzler a.D. zu weit, er ließ das Spiel kurzerhand indizieren. Gestrichen um alle "realitätsnahen" Missionen/ Städte/ Parteien und mit Roboterkonterfeien verunstaltete Kontrahenten wurde das Spiel dann in "Generäle" umgetauft und erneut in Deutschland vermarktet.

Vier Jahre hat es dann gedauert, bis endlich ein neuer "reiner" C&C-Titel zu haben war: Tiberium Wars. In den Augen vieler Fans waren da schon die alten Teile Legende. Nun, Legenden werden oft schöngeredet, das ein oder andere Ärgernis gern vergessen. Oder aber werden Ärgernisse mit süßer Glückseligkeit belächelt.

C&C 3 machte vieles richtig und sehr wenig neu. Die Story war einerseits interessant erzählt, andererseits hanebüchen und die Auftritte Kanes muteten recht seltsam an, gab es doch mittlerweile auch Spiele mit weitaus glaubhafteren Charakteren. Als richtiger Fan hakt man so etwas natürlich unter Charme und nostalgischem Flair ab. Sogar die allseits bekannten Tiberium-Sammler-Probleme waren mit an Bord.
Ob die Programmierer dies mit Absicht taten? Wieder EA's Kalkül? Sammler-Probleme gelöst, spricht da einer drüber? Sammler-Probleme noch immer vorhanden? Oha, da ist aber Diskussionspotenzial vorhanden! So macht man eine bekannte Serie noch bekannter! Doch Innovationen, Fehlanzeige. Brauchte man eigentlich auch gar nicht. EA's Sportspiele sind auch keine Fangnetze frischer Ideen, sondern nur wiedergekäute Grafik-Updates. Den richtigen Fan macht es dennoch glücklich. Vor allem C&C-ler, denn ein neues Spiel kommt nicht jährlich. So ist man dankbar für altbewährte Spielprinzipien in neuer Aufmachung. Ich jedenfalls war glücklich, wieder Obelisken bauen zu dürfen.

Bezüglich der Storyline wurde man leider gen Ende immer mehr im Regen stehen gelassen, was das Add-on Kanes Rache auch nicht löste. Irgendwie traute man sich dann doch nicht, die ewig schwelenden Geheimnisse um Aliens, Tiberium und Kane aufzudecken. Schließlich war der Saft der Serie noch nicht ausgepresst.

Wo ein C&C, da eine Alarmstufe Rot nicht weit. So folgte der dritte Alarm auf dem Fuße im Jahr 2008 und stand dem zweiten Teil in Sachen Überdrehtheit in nichts nach. Immerhin versprühten die Zwischensequenzen tatsächlich einen Hauch Charme und die Engine, zwar schon leicht gealtert, zauberte wie der dritte Tiberiumkrieg noch ganz nette Explosionen auf den Schirm.

Aber bei EA wollte man auch nicht mehr so richtig kommandieren und erobern. C&C 4 war in der Mache, aber etwas neues sollte her. So wurde der Basenbau gestrichen. Nur neu war das auch nicht mehr, Dawn of War 2 war bereits der Primus. Aber immerhin sollte jetzt alles aufgeklärt werden, jetzt aber richtig. Die GANZE Story. Die volle Packung. Denn... es ist Schluss. Wie jetzt? Ja, EA mag nicht mehr. Und um dem ganzen ein überdeutliches Zeichen zu setzen, wurden die Entwickler des vierten Teils freundlicherweise informiert, doch bitte nach Fertigstellung des Spiels schnell ihre Koffer zu packen.

Man braucht keinen Professorentitel zu besitzen, um zu begreifen, wie wahnsinnig hoch die Motivation des C&C 4-Teams war, das Spiel fertig zu stellen. Und was dabei herausgekommen ist, dafür zolle ich diesem Team meinen höchsten Respekt. Denn das Spiel ist... gut! Zwar wird auch hier wieder storytechnisch viel Wirbel um eigentlich nichts gemacht, aber C&C 4 spielt sich wirklich erfrischend anders.

Und jetzt kommt das große ABER: EA hat den taktisch ungeschicktesten Schritt überhaupt gewählt. Die traditionsreiche Serie hat ein gänzliches anderes Konzept, eine andere Spielmechanik verpasst bekommen. Und wurde als letzter Teil auf den Markt geworfen, den Fans vor die Füße. Werden die schon schlucken, war wohl die einhellige Meinung des Managements.
Doch als C&C 4 mag ich dieses Spiel wahrlich nicht betrachten. In meinen Augen ist C&C 4 ein Taktik- und kein Strategiespiel.
Es ist ein gutes Spiel, aber es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum nicht der Schritt wie damals bei Generäle gewählt wurde: der Beginn einer neuen Serie. DAS hätte Potenzial gehabt.

Nun, im Portfolio EA's scheint so etwas nicht zu existieren. Command & Conquer wird so zu Grabe getragen, aber es ist kein Held gestorben. Etwas, dass sich selbst anfühlen will wie ein C&C, tatsächlich aber in der Haut eines anderen steckt.
Echtzeitstrategiespiele waren über Jahre "cash cows", haben sich die Titel doch verkauft wie geschnitten Brot. Nun liegt der Fokus eher im Shooterbereich. Beschaulicher Basenbau ist da out, jetzt muss alles schnell gehen. So dachte man wohl.
Nun, Starcraft II zeigt gerade das Gegenteil. Dass das Genre nämlich noch lange nicht tot und Basenbau weder out noch langweilig ist.

Ein zweiter Generäle-Teil ist nicht in Sicht, da dieses Eisen ob der politischen Brisanz des ersten Teils wohl zu heiß ist. Alarmstufe Rot 4, tja, wer weiß. Vielleicht gibt es da ja "Kane-onen", mit denen man Glatzenpolitur verschießen kann. Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, welche abgefahrenen Dinge da noch so kommen mögen.

C&C ist tot. Lange lebe C&C!!
Leider nicht wirklich C&C
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Wer (wie ich) mit der C&C-Saga groß geworden ist und wen bisher jedes dieser Spiele über Wochen fesseln konnte, sollte die Finger von C&C4 lassen; sonst wird er wohl genauso enttäuscht wie ich.
Das von mir geliebte Gameplay "Tiberium sammeln, Basis ausrüsten, zuschlagen, ..." wurde komplett umgebaut und das Spiel hat deswegen meiner Meinung nach den Charme der Vorgänger verloren.
(Nebenbei finde ich es nervig, dass während des gesamten Spiels eine Onlineverbindung zu EA offen sein muss.)
Für Grafik und Videosequenzen gab es dann doch noch einen Stern.

Fazit: Ich, als alter C&C-Fan, der von Anfang an dabei war, ärgere mich sehr über den Kauf!
Etwas enttäuscht
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Als ich das Spiel angefangen habe zu spielen ist mir aufgefallen das man keine Basis mehr bauen kann. Das war der erste shock für mich. Naja man ist ja für neues offen deswegen habe ich es weiter gespielt. Nur fehlte mir irgendwas.Es war nicht wie früher,es war ein ganz anderes Spiel.Ich hab die ersten teile sogar Gespielt,damals mit 3.Deswegen bin ich etwas enttäuscht.
Der schlechteste Teil der Saga
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Ich wollte mich nicht von den ganzen negativ Wertungen hier beeinflussen lassen, aber leider muss ich auch sagen, dass das Spiel das Schlechteste der ganzen Serie ist.
Der Ansatz mit den Beförderungen ist echt gut, da wenn eine Mission nicht gleich klappt, spielt man ein Paar Runden Skirmish, und dann hat man bessere Einheiten in der Mission.

Aber ohne Basisbau und der beschränkten Einheitenkapazität mach das ganze keine Spaß.

Auch vom Singleplayer und den sonst immer bombastischen Filmsequenzen der letzten Teil bin ich sowas von Entäuscht. Kaum zu glauben, aber egal ob GDI oder NOD Sequenzen, in beiden sind die gleiche Kulissen verwendet worden. Im Vorgänger wars so schön gemacht, wie im Palast der NOD. Aber hier, echt Schlecht EA.

Gut das es der letzte Teil der C&C Saga ist, da das Niveau nicht schlechter werden konnte. Schande auf dein Haupt EA!!!!
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